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Deutsche Bank: Bitcoin könnte auf 28.000 US-Dollar steigen

Bitcoin Münze
© Michaela Richter, Bitcoin-Kurier

  • Laut einer Analyse der Deutschen Bank könnte Bitcoin bis zum Jahresende etwas zulegen.
  • Demnach sieht man bis 28.000 US-Dollar noch Luft nach oben.
  • Diese Prognose ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, denn die Risiken nehmen für den Kryptomarkt zu.

Einem Bericht von BNN Bloomberg zufolge sehen zwei Analysten der Deutschen Bank die Möglichkeit, dass Bitcoin bis zum Jahresende auf 28.000 US-Dollar steigt. Weil BTC immer noch sehr stark mit dem Nasdaq 100 und dem S&P 500 korreliert, stützt sich diese Analyse wohl primär auf das, was man für den Aktienmarkt erwartet.

Sollte es den Aktien nämlich gelingen, den Stand vom Januar 2022 zurückzuerobern, dann würde das bedeutet, dass Bitcoin bei dem Kursziel von „28k“ ankäme. Vorausgesetzt natürlich, dass die bisher enge Korrelation weiterhin erhalten bleibt.

Aktuell sieht es allerdings nicht rosig aus, weder für die Aktienmärkte noch für den Bitcoin. Die prekäre Lage der Weltwirtschaft und die Rekordinflation können als Gründe ausgemacht werden.

Rezession liegt in der Luft

Die Angst vor einer Rezession ist hoch und die Wahrscheinlichkeit, dass wir eine erleben, ebenfalls. In einem solchen Klima scheinen die meisten Anleger keinen Risikoappetit zu verspüren. Während man in den Jahren 2020 und 2021 davon ausging, dass Bitcoin nicht eng mit anderen Assets korreliert und das es sich um einen Inflation Hedge handelt, steht man im Jahr 2022 vor vollendeten Tatsachen.

Daher ist die Analyse mit Vorsicht zu genießen, denn sollte die Weltwirtschaft aufgrund von Krieg, Energiekrise und Inflation baden gehen, dann dürfte das Schlimmste noch bevorstehen. Derweil notiert Bitcoin bei 19.000 US-Dollar und könnte auf das Jahr betrachtet vorbehaltlich eines kurzfristigen Rebounds sicherlich noch neue Tiefstände erreichen.

Bitcoin hat bisher keine Krise dieser Art erlebt. Und dementsprechend gibt es kein Playbook für den derzeit herrschenden Markt. Es macht daher keinen Sinn, den Bitcoin für tot zu erklären, genauso wenig, wie man ihn als sicheren Hafen anpreisen kann. Denn diesen Rückschluss lässt die aktuelle Lage nicht zu.

Bodenbildung wird entscheidend

Was Bitcoin fehlt, ist keine zusätzliche Prognose, denn davon haben wir wahrlich genug. Eine entscheidende Bedeutung wird jedoch die Bodenbildung haben. Diese ist aktuell noch nicht erfolgt, und erst wenn sie abgeschlossen ist, lassen sich Aussagen darüber treffen, welche Erwartungshaltung man einnehmen kann.

Sollte sie sich nämlich entgegen der Erwartungshaltung der meisten Analysten, Trader, Influencer und Anleger nicht oberhalb von 10.000 US-Dollar abspielen, dann bliebe abzuwarten, welchen Einfluss ein solches Ereignis haben würde. Denn schließlich wäre das ein beispielloser Absturz in einer Situation, wo die restliche Wirtschaft nicht sonderlich gut aufgestellt ist und vielen Menschen die Perspektive an ganz anderer Stelle fehlt.

Umgekehrt dürfte es eine beruhigende Wirkung haben, wenn kein totaler Crash erfolgt und sich Bitcoin irgendwo zwischen 10.000 US-Dollar und 14.500 US-Dollar berappelt. Je höher die Bodenbildung erfolgen kann, desto besser. Zugegeben, diese Zahlen bilden ein sehr weites Feld, aber genau das spiegelt die derzeit herrschenden Erwartungshaltungen bei vielen Marktteilnehmern an das Ende der Abverkäufe wider.

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