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DeFi Hack: Origin verliert 7 Millionen US-Dollar in Stablecoins

Kucoin Hack
Bildquelle: Pete Linforth, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Das Origin-Protokoll wurde in der letzten Nacht zum Ziel eines Angriffs.
  • Erst vor vier Tagen traf es das Akropolis-Protokoll.
  • Damit wird das Vertrauen in DeFi-Protokolle weiter erschüttert.

Das Origin-Protokoll verlor durch einen Angriff rund 7 Millionen US-Dollar in Form des hauseigenen Stablecoin OUSD. Der Angreifer nutzte eine Lücke im Protokoll aus, die es ihm im Ergebnis erlaubte, die Summe an sich zu überweisen. Im Nachgang tauschte er die weniger beliebten OUSD auf Uniswap und Sushiswap gegen USDT.

Laut Aussagen des Teams sind die Nutzer jedoch nicht mit dem Schaden alleine. Denn 1 Millionen US-Dollar der Beute gehörten den Entwicklern von Origin. Die Entwickler riefen dazu auf, kein OUSD auf dezentralen Börsen zu kaufen.

Der Vorfall wird derzeit noch untersucht und die verwendeten Adressen des Täters beobachtet. Dies ist ein weiterer Hack, der das Vertrauen der Öffentlichkeit in DeFi-Protokolle unterminiert. Erst kürzlich wurde Akropolis ebenfalls zum Ziel eines Angriffs.

DeFi wird verstärkt zum Ziel für Hacker

Während zentralisierte Börsen in der Vergangenheit immer wieder zum Ziel von spektakulären Hacks geworden sind, nimmt das Interesse der Kriminellen langsam daran ab. Der Grund ist relativ einfach. Hinter den Börsen stecken Unternehmen, die sich untereinander absprechen und aus gemeinsamem Interesse heraus Notfallpläne in Gang setzen können.

So wurden in den Fällen der jüngeren Vergangenheit die gestohlenen Token und Coins schlicht eingefroren, weil der Angreifer keinen Dienstleister nutzen konnte, der ihm den Tausch gewährte. Zuletzt traf es KuCoin und die Industrie reagierte relativ schnell und geschlossen auf den Vorfall.

Doch DeFi stellt diesen Abwehrmechanismus auf den Kopf. Denn die dezentralen Börsen führen den Tausch der Token unterschiedslos aus. Daher ist es extrem leicht, gestohlene Token zu waschen, indem man sie zunächst in beliebtere Kryptowährungen oder Stablecoins tauscht und danach ggf. über einen Tumbler langsam vor den Augen der Öffentlichkeit verschleiert. Es ist absehbar, dass dies in Zukunft zunehmend ein Spannungsfeld zwischen dem legitimen Interesse der Verhinderungen von Straftaten und dem freien Handel auf den DeFi-Börsen aufbauen wird.

Kriminelle haben durch die hohen Erfolgsaussichten einen zusätzlichen Anreiz, auch Ziele anzugreifen, die keine extremen Summen als Beute versprechen, weil ihr Selbstbehalt am Ende schlicht höher liegt. Der Erfolg von DeFi wird auch davon abhängig sein, wie man diesem Problem zukünftig begegnen möchte.

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