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Corona-Krise: Auch Darknet-Dealer müssen Kurzarbeit anmelden

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Bildquelle: Myriam Zilles , pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Die globale Wirtschaftskrise, die durch das Corona-Virus auf den Plan gerufen wurde, macht auch vor Darknetmärkten nicht halt. Zu dieser Erkenntnis kommt Chainalysis, das wohl bekannteste Unternehmen für Blockchain-Analyse in einem jüngst veröffentlichten Blogpost, der die Verbrauchernutzung von Bitcoin unter die Lupe nimmt.

Während im letzten Quartal von 2019 noch Bitcoin im Wert von ungefähr 600 Millionen US-Dollar ihren Weg zu Darknet-Märkten fanden, um dort für illegale Güter ausgegeben zu werden, ist der Zufluss seit Ende Februar durch die Ausbreitung von Covid-19 massiv zurückgegangen.

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Bildquelle: Chainalysis

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Der Preis spielt (normalerweise) keine Rolle

Den Analysten zufolge haben, historisch gesehen, Preisänderungen des Kryptomarktes wenig Einfluss auf die Aktivität von Darknet-Märkten. Dies suggeriert, dass Nutzer den Schwankungen trotzen um weiterhin illegale Substanzen zu erwerben.

„Vielleicht kaufen Kunden der Darknet-Märkte angesichts der Krise nicht so viele Drogen. Es ist auch möglich, dass Anbieter ihre Verkäufe während des Preisverfalls reduzierten, aus Angst, dass Coins, die sie an einem Tag akzeptieren, am nächsten wertlos sein könnten. Es ist aber auch wahrscheinlich, dass Covid-19 es derzeit schwieriger macht, Drogen zu verkaufen.“

Quelle: Chainalysis

Wie andernorts auch ist die Drogenindustrie zunehmend von einer globalen Lieferkette abhängig. So suggerieren Berichte, dass mexikanische Drogenkartelle durch den Lockdown der chinesischen Hubei-Provinz, zunehmend Schwierigkeiten dabei haben, das synthetische Opiat Fentanyl zu beziehen.

Not macht erfinderisch

Dies hält die Händler jedoch nicht davon ab, aus dem Mangel von Schutzkleidung und Atemmasken und der erhöhten Nachfrage Profit schlagen zu wollen. Bereits am 12. März, macht der Twitter-Accout von dark.fail, einem Dienst der die Uptime von Darknet-Märkten überwacht, auf die Tatsache aufmerksam, dass zunehmend Angebote für Masken auf einschlägigen Seiten zu finden sind.

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Schutzmasken aus dem Darknet?

So unangenehm die Situation bezüglich der Knappheit von Schutzausrüstung im Kampf gegen das Virus auch sein mag – es ist nicht zu empfehlen, derartige Utensilien über zwielichtige Märkte zu beziehen. Neben den überteuerten Preisen kommt nämlich noch hinzu, dass man mitunter Produktfälschungen erhält und sich beim Tragen dieser in falscher Sicherheit wiegt.

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