China setzt Bitcoin-Verbote um – Börsen und Blockchain-Unternehmen betroffen

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Bildquelle: Wokandapix, pixabay.com

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China macht ernst

Die chinesische Zentralbank hat damit begonnen Unternehmen zu überprüfen, deren Geschäftsfeld Kryptowährungen sind. Von dieser Maßnahme sind verschiedene Branchen betroffen, darunter auch Börsen und Firmen, die Tokensales abgehalten haben oder abhalten wollen.

Laut der Ankündigung, die bereits am 14. November erfolgte, werden die Ermittlungen ihren Ausgangspunkt in Shanghai nehmen. Die Behörden werden alle Aktivitäten innerhalb der Stadt untersuchen, die mit Kryptowährungen verbunden sind.

Bis zum 22. November sollen die Untersuchungen abgeschlossen sein. Im Anschluss daran will man die Firmen an die entsprechenden Behörden melden und sie dazu auffordern ihre Geschäfte einzustellen und zu schließen.


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Binance und Tron – Kein Zugang zu Weibo

Erst kürzlich wurden die Social Media Accounts von Binance und Justin Sun geschlossen. Als Begründung für das Verbot nannte das Unternehmen Verstöße gegen geltendes Recht und die Geschäftsbedingungen von Weibo.

Weibo ist ein Mikroblogging-Dienst, der sich sehr großer Beliebtheit in China erfreut und zu den wichtigsten Social-Media-Kanälen in Asien zählt. Somit ist der Verlust der Firmenaccounts für beide sehr schmerzlich. Außerdem lädt dies zu der Spekulation ein, dass die Behörden nun auch gegen Binance und Tron vorgehen könnten.

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Justin Sun und die Tron Foundation stehen ohnehin auf sehr dünnem Eis, denn beide betreiben eine sehr aggressive Marketingstrategie. Sun musste sich wegen seines Verhaltens bereits öffentlich entschuldigen. Obwohl er Besserung gelobte, waren seine Ankündigungen in den vergangenen Monaten gewohnt dramatisiert und zugespitzt.

Missverständliche Situation

Obwohl die bevorstehende Umsetzung von verschiedenen Verboten, von bestimmten Gewerben, sehr dramatisch klingt, bringt sie jedoch keine neuen Gesetze oder Regeln mit sich. Der Besitz von Bitcoin ist in China legal.

Gleiches gilt für Mining und den Betrieb von Exchanges. Die Maßnahmen richten sich also in erster Linie gegen nicht genehmigte Börsen und Tokensales. Offensichtlich ist man besorgt, dass Verbraucher in undurchsichtige Spekulationsgeschäfte verwickelt werden.

Grundsätzlich unterstreicht dies aber die relativ strenge Restriktion, die seitens der chinesischen Regulatoren herrscht. Der Staat hat an Blockchain-Technologie ein höheres Interesse, als an Bitcoin und Kryptowährungen.

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