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Bundesfinanzministerium erkennt in Monero eine Gefahr – Bitcoin wird freigesprochen

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Bildquelle: © BMF/Hendel

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Bericht zur Gefahrenlage

Gestern veröffentlichte das Bundesfinanzministerium einen Risiko- und Gefahrenbericht, der sich u.a. auch mit der Bedrohungslage durch Terrorfinanzierung beschäftigt. Außerdem stellt das Ministerium damit auch eine Risikoanalyse zur Geldwäsche bereit und teilt damit Bürgern und anderen Behörden seine Erkenntnisse mit.

Im Zuge dessen spielen auch Kryptowährungen, im Bericht „Kryptowerte“ genannt, eine Rolle. Die Behörde greift die Thematik auf und versucht zu erörtern, inwiefern Kryptowährungen im Bereich der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung überhaupt eine Rolle spielen.

Entgegen einiger weitverbreiteter Vorurteile kommt die Behörde zu Ergebnissen, die im Kontrast zur herrschenden Politik stehen.

Bitcoin ist keine Gefahr – Vorsicht vor Monero!

In dem Bericht wird auch auf die Tatsache eingegangen, dass Bitcoin eine öffentliche und transparente Blockchain hat. Damit attestiert man der Mutter aller Kryptowährungen kaum eine Bedrohung darzustellen. Denn Kriminelle müssten damit rechnen jederzeit ihre Transaktionen öffentlich gemacht zu haben.

Bei den „Privacy Coins“ sieht das aber schon anders aus. Hier sieht man das Potential zukünftig größere Probleme zu bekommen. Insbesondere Monero wird hervorgehoben, weil die Transaktionen absolut anonym sind. Im Augenblick sieht die Behörde keine konkrete Gefahr, merkt aber an, dass sich dies in Zukunft noch ändern könnte.

Sowohl bei der Geldwäsche, als auch bei der Terrorismusfinanzierung gibt es Erkenntnisse zur Nutzung von Kryptowährungen. Insgesamt spielt Bargeld in diesen Bereichen aber eine größere Rolle.

Das Bild bestätigt sich

Was für viele Krypto-Enthusiasten schon lange klar war, wird nun durch die Behörde nochmal bestätigt. Natürlich gibt es auch Kriminalität im Zusammenhang mit Kryptowährungen, aber sie spielt kaum eine Rolle, weil Kriminelle kein Interesse daran haben Spuren zu hinterlassen.

Monero bekommt den Ritterschlag im Bereich Privatsphäre, denn hier kann man die Transaktionen nicht mehr verfolgen. Und obwohl dies auch Kriminellen und Terroristen hilft, setzen diese trotzdem auf Bargeld, alleine deshalb, weil die technische Umsetzung absoluter Anonymität nicht so leicht ist, wie bei Bargeldgeschäften. Abgesehen mal davon, dass man auch Monero für die meisten illegalen Geschäfte irgendwie wieder in Bargeld wechseln müsste.

Damit widerspricht die Behörde dem internationalen politischen Kurs, denn die Umsetzung der FATF Empfehlungen beruht u.a. auf der Annahme, dass man Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung durch Kryptowährungen verhindern muss.

Quelle: Bundesfinanzministerium

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