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Britisches Postunternehmen verkauft Bitcoin-Gutscheine

London
Bildquelle: Free-Photos, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Das britische Postunternehmen Post Office wird nächste Woche den Verkauf von Bitcoin starten.
  • Das Angebot kommt in Zusammenarbeit mit der dezentralen Börse Swarm Finance zustande.
  • Registrierte Kunden werden damit Zugang zu einer neuen Dienstleistung erhalten.

Laut einem Bericht des Telegraph wird das britische Post Office ab nächster Woche damit beginnen, Bitcoin und Ethereum zu verkaufen. Das Unternehmen wurde 2012 aus der Royal Mail ausgegliedert und bietet neben klassischen Postdienstleistungen auch Bank- und Versicherungsprodukte an. Damit ist der Vorstoß in die Welt dezentraler Währungen und Finanzdienstleistungen mit einer neuen Produktlinie nicht vollständig abwegig.

Ab kommender Woche können registrierte Kunden mithilfe der hauseigenen „EasyID“ App Bitcoin kaufen. Ermöglicht wird das Angebot in Kooperation mit der dezentralen Börse Swarm Markets. Kunden, die sich per EasyID verifiziert haben, können Gutscheine erwerben, die gegen Bitcoin oder Ethereum eingelöst werden können.

Das Unternehmen hinter Swarm Markets hat seinen Sitz in Deutschland und darf sich über eine BaFin Lizenz freuen. Swarm wirbt damit die erste regulierte DeFi-Börse der Welt zu sein.

Politiker zeigen sich besorgt

Geld erhält das Postunternehmen wohl nicht aus dem Deal, denn Swarm rechnet laut dem Bericht mit Yoti ab. Dabei handelt es sich um das Partnerunternehmen für den ID-Service, den Post Office per App bereitstellt.

Dennoch zeigten sich verschiedene Politiker in Großbritannien besorgt, weil ausgerechnet ein staatliches Unternehmen Zugang zu Bitcoin gewährt. Darunter die Abgeordnete Angela Eagle, die einen möglichen Imageschaden für das Unternehmen fürchtet und forderte, dass der Verkauf direkt wieder eingestellt werden soll.

Im Januar hatte die britische Finanzmarktaufsicht FCA noch vor Kryptowährungen gewarnt. Anleger riskieren demnach einen Totalverlust ihres angelegten Kapitals. Bisher kommt Bitcoin scheinbar nicht gut an in Großbritannien, zumindest wenn man die Standpunkte diverser Behörden und Politiker in Betracht zieht. Laut einer eigenen Studie der FCA sind sich die meisten Anleger jedoch über das Risiko bewusst und betrachten Kryptowährungen als hochspekulative Assets. Man darf daher bezweifeln, dass die Warnungen dazu dienen, Verbraucher zu schützen.

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