Brave Together: Verschlüsselte Videotelefonie direkt im Browser

Brave Together

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

  • Der Brave Browser legt besonders hohen Wert auf Datenschutz.
  • Nutzer können freiwillig für Werbung optieren und werden mit Basic Attention Token belohnt (BAT).
  • Mit Brave Together wird Videotelefonie integriert.

Brave erweitert seinen Funktionsumfang und integriert einen Service für Videotelefonie. Der in der Krypto-Szene beliebte Browser hatte erst vor kurzem ein Widget integriert, welches den Nutzern erlaubt den eigenen Binance-Account zu verknüpfen und aus dem Browser heraus zu traden.

Der neue Service trägt den Namen Brave Together und soll vorerst unbegrenzte Videotelefonie für alle Brave Nutzer in Nordamerika bieten. Es handelt sich also um einen regional begrenzte und sehr frühe Testversion.

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Jitsi als Grundlage

Brave Together verwendet Jitsi als Grundlage für die eigene Integration. Dabei handelt es sich um eine quelloffene und verschlüsselte Chatsoftware. Ein eigener Account soll nicht notwendig sein, die Nutzer benötigen nur den Brave Browser.

Andere Dienste, die Videotelefonie anbieten, haben immer wieder mit Sicherheitslücken, Datenlecks und laschen Datenschutzbedingungen zu kämpfen. Mit Brave Together will man auch das ändern, ganz ähnlich, wie man angetreten ist, um die diversen Lücken anderer Browser zu stopfen.

Brave ermöglicht es seinen Nutzer, vollumfänglich über die eigene Privatsphäre im Netz zu entscheiden. Sofern der Nutzer einwilligt, werden seine Daten nur anonymisiert übertragen. Gleichzeitig wird mit Brave Shields Werbung geblockt.

Datenschützer warnen vor Zoom

Die Corona-Pandemie hat den Lebensmittelpunkt der Menschen verschoben. Dadurch erfreuen sich Dienste, die Videotelefonie anbieten, extrem hoher Beliebtheit. Während im privaten Bereich viele Nutzer auf Skype setzen, kommt in der Geschäftswelt Zoom zum Einsatz.

In einem Interview mit dem Handelsblatt warnte der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Ulrich Kelber, vor Zoom. Kelber bemängelte insbesondere die fehlende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die für eine solche App eigentlich Mindeststandard sein sollte.

Im Zuge dessen riet er von einer Nutzung von Zoom ab, sofern personenbezogene Daten im Spiel sind. Dabei dürfte klar sein, dass diese Daten mittlerweile immer auf dem Spiel stehen, sobald sich eine Sicherheitslücke ergibt.