Bitpoint Hack: 32 Millionen US-Dollar Schaden

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© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Erneuter Diebstahl

Ein weiterer Diebstahl erschüttert die Krypto-Industrie und erneut ist eine Exchange betroffen. Nach eigener Darstellung wurde Bitpoint in der Nacht des 11. Juli 2019 Opfer eines Hacks. Verschiedene Kryptowährungen, darunter auch Ripple, wurden von dem Hot Wallet entwendet.

Der Vorgang wurde durch die Systeme bemerkt, konnte jedoch nicht gestoppt werden. Bitpoint beziffert den Schaden in ihrer Mitteilung auf 3,5 Milliarden Yen. Dies entspricht einem Gegenwert von 32 Millionen US-Dollar.

Rund 1 Milliarde Yen der Schadenssumme gehören Bitpoint, die restlichen 2,5 Milliarden Yen sind Kundeneinlagen. Das Cold Storage war nach bisherigen Untersuchungen nicht betroffen.


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Untersuchungen eingeleitet

Wie in solchen Fällen üblich hat das Unternehmen zunächst alle Geschäfte eingestellt und die Behörden eingeschaltet. Nun arbeite man unter Hochdruck an einer Ursachenanalyse und wolle die Öffentlichkeit informieren, sobald Ergebnisse vorliegen.

Da es sich bei den gestohlenen Kryptowährungen u.a. um Bitcoin, Bitcoin Cash und Ripple handelt, ist davon auszugehen, dass sich die Beträge auf der Blockchain verfolgen lassen. Im günstigsten Fall kann dafür gesorgt werden, dass der oder die Täter das Geld nicht waschen können.


Lösungen sind dringend gefragt

Auch wenn Bitpoint eher eine regionale Bedeutung zukommt, sollte den Betreibern weltweit ein Licht angehen. Hacks, Exit Scams und Pyramidensysteme sind schon immer ein Problem für die Industrie gewesen.

Dies mag auch dem Umstand geschuldet sein, dass Kryptowährungen schlecht zu regulieren sind und häufig noch schlechter durch die Politik reguliert wurden. Man denke hier an Verbote oder jahrelange steuerliche Benachteiligung.

Dennoch sind die nicht abreißenden Vorfälle ein unmöglicher Zustand. Zwar sollte man nie davon ausgehen, dass eine Technologie „unhackbar“ ist, dennoch gibt es vorbildliche und sichere Methoden.

So hält beispielsweise BitMEXWerbung die Kundeneinlagen im Wert von hunderten Millionen US-Dollar komplett in einem Cold Storage. Will der Kunde eine Auszahlung, so erfolgt der Zahlungslauf im Prinzip händisch und nur einmal am Tag, zusammen mit allen anderen Auszahlungen.


Verbraucher müssen sich schützen

Ohne eine entsprechende Rückversicherung durch die Exchanges ist am Ende jeder Kunde selbst verantwortlich. Es gilt seinen eigenen Private Key zu kontrollieren und nur Summen aus der Hand zu geben, deren Verlust man verkraften kann.

Noch besser ist es dies komplett zu unterlassen, dürfte aber für bestimmte Personengruppen umständlich oder sogar unlösbar sein. So sind beispielsweise viele Daytrader darauf angewiesen, dass immer ein gewisses Kapital auf den Börsen verbleibt. Ansonsten könnten sie Gelegenheiten verpassen, die sie für ihr Geschäft dringend brauchen.

Am Ende sind es aber nicht die Profis die darunter leiden. Denn diese kalkulieren solche Risiken in der Regel mit ein. Problematischer sind die vielen Kleinanleger, die ihre Einlagen bequem anderswo rumdümpeln lassen.

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