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Bitcoin könnte 2023 aufdrehen – FED schlägt moderaten Kurs ein

Jerome Powell
Bildquelle: Fed / US-Notenbankchef Jerome Powell

  • Die FED will 2023 die Zinsen nur noch marginal anheben.
  • Im letzten Jahr hatte man den Leitzins rasant auf die Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent gesteigert
  • Bitcoin erwies sich in den vergangenen Monaten als zinssensibel und korreliert zu Tech-Aktien.

Am Mittwoch wurden die FOMC-Meeting-Minutes der FED, also die Sitzungsprotokolle der US-amerikanischen Notenbank veröffentlicht. Dabei ergab sich überraschend viel Positives, was auch Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt in die Höhe heben könnte.

In der Vergangenheit hatte die US-Notenbank den Leitzins massiv auf die Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent angehoben und dabei nicht nur die Aktien, sondern auch Bitcoin & Co. massiv abstürzen lassen.

Moderater FED Kurs

Doch nach den Monster-Zinsanhebungen offenbarten die FED-Minutes nun ein neues Bild. Die Währungshüter zeigten sich positiv in Bezug auf eine schwindende Inflation und machten kaum Ansätze die Zinsen weiter anzuheben.

Aus diesem Grund gehen die Marktteilnehmer aktuell mehrheitlich von einer weiteren Anhebung bei der Sitzung im Februar um 25 Basispunkt aus. Die Erwartungshaltung im CME-FedWatch-Tool lässt erkennen, dass die Zinsspanne zum Jahresende zwischen 4,25 und 5,00 Prozent liegen könnte.

Positives Umfeld für Bitcoin

Dies sind zunächst einmal recht positive Nachrichten für Bitcoin, dem die hohen Zinsen deutlich geschadet haben. Hintergrund ist, dass sich vor allem weniger institutionelle Anleger für die digitale Währung interessiert haben, sobald Geld wieder einen Preis durch steigende Zinsen hatte.

Doch da nun die Inflation unter Kontrolle scheint und eine Rezession vielleicht nicht ganz so hart ausfällt, wie erwartet, könnte auch der gesamte Kryptomarkt einen deutlichen Bounce erleben. Voraussetzung dafür ist aber eine gute Marktstimmung, die an drei Komponenten hängt.

Zum einen müssen die Inflationsdaten für Dezember und Januar entsprechend niedrig ausfallen, sodass die FED den moderaten Kurs fortsetzen kann. Zum anderen braucht es positive Unternehmensergebnisse im Januar und Februar, sodass die Angst vor einer harten Rezession nicht allzu groß wird.

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