Bitcoin ist kein Geld! Großbritannien schließt sich Deutschland an

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Seltene Einigkeit

Während der Brexit immer weiter hinausgezögert wird und man zu keiner Einigung kommen kann, scheinen Deutschland und Großbritannien ganz unfreiwillig eine gemeinsame Basis an anderer Stelle gefunden zu haben.

Denn nun kommt man in Bezug auf Bitcoin ganz unabhängig voneinander zu der Einschätzung, dass es sich hierbei nicht um Geld handelt. Anlass für diese konkretere Bewertung war die steuerliche Einordnung von Kryptowährungen.

Dabei nahmen die britischen Finanzbehörden die Qualitäten von Bitcoin genau in Augenschein. Außerdem verfassten sie verbindliche Richtlinien zu Themen wie Trading oder Mining. Damit soll der britische Steuerzahler in der Lage sein rechtssicher zu handeln und seine Abgaben korrekt zu leisten.


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Die Bundesregierung war schneller

Bereits am 28. Oktober ließ die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion wissen, dass man in „Krypto-Token“ kein richtiges Geld sieht. Gemeint ist damit u.a. auch Bitcoin und somit auch alle anderen Kryptowährungen.

Aufgrund der starken Kursschwankungen sieht sie Kryptowährungen nicht als Wertaufbewahrungsmittel an. Dabei geht sie aber nicht auf das immense Kurswachstum ein, welches zumindest Bitcoin seit seiner Erfindung erlebt hat.

Weil nur ein geringes Zahlungsvolumen in Kryptowährungen abgewickelt wird, ist man der Meinung, dass Bitcoin auch die Rolle als Zahlungsmittel schlecht erfüllt. Obgleich man die grundsätzliche Eignung nicht gänzlich abstreitet.

Stablecoins im Fokus

In Deutschland, wie in anderen Ländern auch, haben es besonders die Stablecoins schwer. Nicht nur Libra wird kritisch beäugt, sondern auch andere wertstabile Kryptos, die eine Fiat-Währung oder ein Asset als Basiswert hinterlegen.

Dabei wird immer wieder betont, dass sich durch Stablecoins keine Alternative zum aktuellen Geldsystem bilden darf. Was die Politik dabei gerne übersieht: Die Alternativen sind längst da und technisch nicht zu stoppen.

Auch wenn Stablecoins häufig auf eine zentrale Stelle setzen, die auch entsprechende US-Dollar oder Euro Bestände hält, um Zahlungsversprechen einlösen zu können. So sind auch in diesem Bereich vollständig dezentrale Lösungen verfügbar.

Quelle: HM Revenue & Customs, Deutscher Bundestag

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