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Bitcoin fällt auf 37.000 USD – Markt weiter unter Druck

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© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

  • Der Bitcoin-Kurs fiel in den letzten 7 Tagen weiter ab und erreichte heute ein Tief von 36.415 US-Dollar.
  • Sowohl die für dieses Jahr erwarteten Maßnahmen der Fed als auch die Krise in der Ukraine setzen dem Markt zu.
  • Eine Verschärfung der Krise könnte für massive Abverkäufe sorgen. Insbesondere die Altcoins tragen ein hohes Risiko.

Der Bitcoin notiert seit dem letzten Wochenende wieder unterhalb der Marke von 40.000 US-Dollar und damit konnte ein wichtiger Unterstützungsbereich nicht von den Bullen behauptet werden. Zum Redaktionsschluss steht der Kurs bei 36.932 US-Dollar.

Mit sehr viel Liebe und Fantasie könnten man den aktuellen Stand als ein höheres Tief im täglichen Chart interpretieren, doch um das zu bestätigen, müsste Bitcoin wieder aufdrehen. Danach sieht es aktuell jedoch nicht aus. Denn für den Krypto-Markt sind die geopolitischen Themen mindestens genauso schmerzhaft wie für die Aktienmärkte.

Sollte es tatsächlich zu einer weiteren Verschärfung der Krise oder gar einem Krieg in der Ukraine kommen, dann dürfte das bei Leibe nicht eingepreist sein und besitzt das Potenzial für einen Crash. Daher kann man die aktuellen Verkäufe so interpretieren, dass viele Anleger lieber an der Seitenlinie mit ihrem Kapital Platz nehmen und abwarten, was passiert. Da der US-Dollar aktuell relativ stark ist, haben Anleger im Krypto-Markt über Stablecoins einen schnellen Zugriff und einen Grund, auf Cash zu setzen.

Quo vadis Bitcoin?

Wenn man davon ausgeht, dass die Fed dieses Jahr noch ein paar Überraschungen bereit hält und die russischen Truppen nicht innerhalb der nächsten Woche abgezogen werden, dann darf man getrost von einem Bärenmarkt sprechen. Wer bereits vor mehreren Jahren investiert hat, jammert sicherlich auf hohem Niveau, denn selbst wenn Bitcoin auf 20.000 US-Dollar fallen würde, wäre die Performance immer noch fantastisch.

Sollte sich der Abverkauf fortsetzen, dann wäre ein Showdown bei 30.000 US-Dollar zu erwarten. Hier lag im Januar, Mai und Juli 2021 ein wichtiger Support, der auch im noch jungen Jahr 2022 halten könnte. Sofern die Bullen das Ruder übernehmen sollten, so bliebe abzuwarten, ob sie den Widerstand bei 44.000 US-Dollar erfolgreich durchbrechen können.

Altcoins tragen hohes Risiko

Das Altcoins und Token ein noch höheres Risiko tragen, als es im Krypto-Markt ohnehin der Fall ist, dürfte gemeinhin bekannt sein. Im vergangenen Jahr konnten Anleger unglaublich hohe Renditen erzielen, weil die bullishe Stimmung am Markt nahezu jedem Token ein ordentliches Wachstum bescherte.

Viele Projekte, die angetreten sind, haben allerdings nicht viel vorzuweisen, sondern ihr Erfolg baut auf Versprechen auf, die erst in Zukunft einzulösen sind. Jetzt, wo der Hype vorbei ist, fallen die Kurse.

Das Risiko in diesem Segment des Marktes ist besonders hoch. Sofern Bitcoin weiter einbrechen sollte, so dürften die Altcoins noch stärker Federn lassen als es bisher der Fall war.

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