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Bitcoin durchbricht 44.000 USD – Starten die Bullen jetzt durch?

Bitcoin Münze
© Michaela Richter, Bitcoin-Kurier

  • Der Bitcoin-Kurs konnte gestern schlagartig zulegen und notiert oberhalb von 44.000 US-Dollar.
  • Grund für das plötzlich Wachstum dürften u. a. die Sanktionen gegen Russland sein.
  • Der Kursanstieg übte auf den restlichen Markt die wohlbekannte Sogwirkung aus und somit konnte alle anderen Krypto-Assets ebenfalls zulegen.

Gestern explodierte der Bitcoin-Kurs förmlich und legte um rund 6.700 US-Dollar zu. Ein Grund für diese Entwicklung dürfte der Krieg in der Ukraine sein. Ob sich ukrainische Flüchtlinge mit BTC eindecken, weil der Transport sicherer möglich ist als mit Bargeld, ist nicht bekannt wird aber diskutiert. Wichtiger dürften in diesem Zusammenhang jedoch die Sanktionen gegen Russland sein.

Durch den Ausschluss von Swift sind nicht nur russische Banken, sondern auch Unternehmen und Verbraucher betroffen. Im Ergebnis hat man Russland von der Welt abgeschnitten und isoliert. Das dürfte sehr wahrscheinlich für eine gestiegene Nachfrage gesorgt haben, denn Bitcoin könnte effektiv genutzt werden, um diese Sanktionen teilweise zu umgehen.

Noch liegen keine zuverlässigen Daten über das Verhalten russischer Anleger vor. Daher könnte es auch sein, dass der massive Anstieg letztlich durch Zukäufe von Anlegern bedingt ist, die lediglich darauf spekulieren, dass Bitcoin eine neue Bedeutung in dem immer weiter eskalierenden Konflikt zukommt.

Politische Brisanz wird zum Risiko

Bisher gibt der Kursanstieg Grund zur Freude und auch die Altcoins können deutlich zulegen, wenn auch nicht im gleichen Tempo wie Bitcoin. Sollte sich bewahrheiten, dass der jüngste Kursanstieg durch eine erhöhte Nachfrage aus Russland bedingt ist, dann könnte das Konsequenzen für den Markt haben.

Die letzten Tage haben gezeigt, dass nicht nur der Westen kompromisslos und schnell gegen Russland mit allen Mitteln vorgehen will, die nicht in einer direkten Kriegsbeteiligung münden. Sollten sich die Russen – und das betrifft nicht nur Regierungsmitglieder und Oligarchen – Bitcoin als „Schleichweg“ zunutze machen, dann könnten Verbote und Auflagen für Börsen und Dienstleister aus der Branche die Folge sein.

Das schlimmste Szenario wäre ein Verbot von Bitcoin-Transaktionen. Verhindern ließen sich diese zwar nicht, aber alle offiziellen Handelskanäle wären damit lahmgelegt.

Double-Bottom-Formation noch nicht bestätigt

Bitcoin ist auf dem besten Weg, im täglichen Chart eine sogenannte Double-Bottom-Formation auszubilden. Dazu muss das Pattern jedoch noch mit einem Ausbruch oberhalb der Nackenlinie bestätigt werden und wer ganz sichergehen will, wartet noch einen Retest ab.

Bildquelle: tradingview.com

Sollte sich das Chartmuster bestätigen, dann läge der nächste Widerstand bei etwa 48.000 US-Dollar. Aktuell kann der Markt aufatmen. So richtig bullish werden sollte man aber nicht vor einem bestätigten Ausbruch oberhalb der 53.000 US-Dollar.

Bisher zeigt Bitcoin ein durchwachsenes Bild, denn bei Kriegsausbruch fiel der Kurs zunächst ab. Zusammen mit den Maßnahmen der Fed, die diesen Monat erwartet werden, den diversen Risiken aus dem Krieg und der sich drastisch verändernden geopolitischen Situation bleibt die Stoßrichtung für den Bitcoin trotz Kursanstieg ungewiss.

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