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Bitcoin bei 50.000 US-Dollar – Kann der positive Trend halten?

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© Michaela Richter, Bitcoin-Kurier

Lesedauer für den Artikel: 3 Minuten

Kompakt:

  • Der Bitcoin-Kurs konnte 5 Wochen in Folge im Plus abschließen.
  • Trotz dieses bullishen Verlaufs bleiben die Analysten in zwei Lager gespalten.
  • Eine Abkühlung des Marktes ist zwar nicht unwahrscheinlich, muss aber von einer bearishen Prognose streng abgegrenzt werden.

Der Bitcoin-Kurs hat es geschafft, die Marke von 50.000 US-Dollar zurückzuerobern, dennoch bleiben die Analysten in zwei Lager gespalten. Zugegebenermaßen ist das in der Regel ohnehin der Fall, doch aktuell ist diese Beobachtung nicht trivial. Denn während Stimmen im bullishen Lager unlängst von einem Kursziel von 100.000 US-Dollar schwärmen, sieht der bearishe Spielplan nicht nur eine Abkühlung des Marktes, sondern einen neuen Tiefpunkt von 18.000 US-Dollar vor.

Beide Positionen könnten also nicht verschiedener sein und damit gehen auch die diskutierten Szenarien und die Einschätzung der aktuellen Situation weit auseinander. Der Markt konnte sich in den letzten Wochen hervorragend erholen und nicht nur die sommerliche Range verlassen, sondern im wöchentlichen Chart fünf Wochen in Folge im Plus abschließen.

Zeit also, sich zu überlegen, welche Szenarien eintreten könnten und wie der Markt womöglich reagieren würde.

Was passiert, wenn der Markt abkühlt?

Sollte der Markt in den kommenden Tagen eine Korrektur durchlaufen, dann gilt das Hauptaugenmerk einer möglichen Unterstützungszone, die unbedingt halten muss, um die bullishe Tendenz zu bewahren.

Über den Sommer war der Bereich zwischen 40.000 und 42.500 US-Dollar lange Zeit für die Bullen unüberwindbar. Es würde also nicht wundern, wenn hier ein Flip erfolgt und sich der Widerstand in eine Unterstützung für den Kurs wandeln kann.

Doch bis dahin ist es eine weite Strecke und im täglichen Chart hat sich bereits eine Unterstützung bei 44.000 US-Dollar bestätigt, die theoretisch schon vorher greifen könnte.

Wenn die Bären übernehmen sollten

Sollte der Kurs unterhalb von 40.000 US-Dollar fallen und sich dort auch etablieren, dann stünde zur Diskussion, ob die Entwicklung der letzten 5 Wochen nicht nur eine Art „Dead-Cat-Bounce“ war. Ob damit neue Tiefpunkte angepeilt werden müssen und ob diese bei 18.000 US-Dollar anzusiedeln sind, bleibt an dieser Stelle offen.

Doch mit einem Sturz unterhalb von „40k“ wäre mit Sicherheit das Vertrauen in den Markt beschädigt, obgleich dann abzuwarten wäre, wie sich die Anleger verhalten, wenn sie erneut die Gelegenheit bekommen könnten, zwischen 28.000 US-Dollar und 30.000 US-Dollar zu investieren. Denn hier erfuhr der Kurs zwischen Mai und Juli immer wieder starke Unterstützung.

Wenn die Bullen Anlauf nehmen

Bei Redaktionsschluss liegt der Bitcoin-Kurs bei rund 50.213 US-Dollar. Sollten die Bullen Anlauf nehmen, dann könnte der Kurs kurzfristig auf 53.000 US-Dollar hochgejubelt werden. Letztlich muss sich dann zeigen, ob sich der Kurs auch dort etablieren kann oder ob die Trader die Gelegenheit nutzen und Profite realisieren.

Gleichermaßen könnten aber auch viele Marktteilnehmer, die Shortpositionen halten, in diesem Bereich ausgestoppt werden, was den Kurs zusätzlich beflügeln könnte und ein Kursziel jenseits von 53.000 US-Dollar nicht unwahrscheinlich macht.

Letztlich sind Überlegungen bezüglich kurzfristiger Ausschläge aber nicht von großer Bedeutung. Um ein Kursziel von 100.000 US-Dollar im Blick zu behalten wäre es hilfreich, wenn BTC sicheren Halt oberhalb von 50.000 US-Dollar findet und damit die geschilderten Szenarien bezüglich einer Abkühlung oder einer bearishen Entwicklung invalidiert.  

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