Recht

BitClub Programmierer bekennt sich im Verfahren für schuldig

Pult im Gerichtssaal
Bildquelle: Daniel Bone, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • BitClub gilt als eines der größten Betrugsdelikte in der Geschichte der Kryptowährungen.
  • In einem Zeitraum von mehr als 5 Jahren sollen die Beteiligten rund 722 Millionen US-Dollar veruntreut haben.
  • Einer der Angeklagten bekannte sich nun für schuldig. 

Es ist ein erster Fortschritt im BitClub Verfahren, welches durch die US-Staatsanwaltschaft in New Jersey ins Rollen gebracht wurde. Von 2014 bis 2019 sollen die Angeklagten Anleger geprellt haben.

Angeblich verfügte das BitClub Network über eigene Mining Pools und wollte die eingenommenen Gelder reinvestieren. Nun hat einer der Beschuldigten gestanden, dass dies aber nicht der Fall war. Stattdessen wurden die Anleger seiner Aussage nach lediglich geschröpft. 

Das Modell ließ sich nur deshalb aufrechterhalten, weil immer neue Anleger für frisches Geld sorgten, um Auszahlungen anderer Mitglieder zu ermöglichen und BitClub zu bereichern. 

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Videokonferenz aus Deutschland

Der nun vernommene Beschuldigte wurde in Deutschland verhaftet, wurde aber zwischenzeitlich freigelassen. Er wurde dem Gericht in den USA per Videotelefonie zugeschaltet und gestand im Wesentlichen alle Anklagepunkte ein. 

Dadurch belastet er aber auch seine mutmaßlichen Komplizen, die in den USA inhaftiert sind. Die Aussage hat auch deshalb hohen Stellenwert, weil der Angeklagte als Programmierer des BitClub Networks gilt. Damit kam ihm in technischer Hinsicht die Rolle als Architekt zu und seine Einblicke in die Plattform dürften sehr weitreichend gewesen sein.

Im drohen nun bis zu 5 Jahren Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 250.000 US-Dollar. Seine Komplizen könnten empfindlichere Strafen erhalten. 

Weitere Festnahme in Jakarta

Ein weiterer Drahtzieher sitzt in Indonesien in Haft. Ihm wird vorgeworfen, Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Eine Auslieferung in die USA ist bereits geplant, wie aus den Prozessdokumenten hervorgeht

Damit könnte das laufende Verfahren noch im Jahr 2020 zu einem zügigen Ende kommen. Dies hängt aber auch von der Auslieferung des letzten Beschuldigten ab.