Sicherheit

Binance Smart Chain: Meerkat Finance sorgt für den ersten GAU

Binance Smart Chain Rug Pull
Bildquelle: Vedran Brnjetic, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Das DeFi-Protokoll Meerkat Finance verlor 31 Millionen US-Dollar seiner Anleger.
  • Die Website und Social-Media-Kanäle wurden kurze Zeit danach abgeschaltet.
  • Nun steht zur Debatte, ob die Binance Smart Chain (BSC) ihren ersten „rug pull“ erlebt hat.

Nur einen Tag nachdem Meerkat Finance auf der Binance Smart Chain gestartet ist, kam es zu einem dramatischen Verlust. Das Team, welches hinter dem Protokoll steht, behauptet, dass die Plattform gehackt wurde und ein unbekannter Angreifer rund 31 Millionen US-Dollar in Token und Kryptowährungen entwendet hat.

Nur kurze Zeit später verschwanden sowohl die offizielle Website als auch das Twitter-Konto von Meerkat. Das schnelle Verschwinden sorgt bei der Community und Experten gleichermaßen für große Skepsis. Denn es kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Macher des Protokolls nicht selber bereichert haben.

Die Binance Smart Chain gerät damit erstmals in die Negativschlagzeilen. Die Risiken sind zwar ähnlich wie auf den Ethereum-basierten Plattformen, aber einen solchen Vorfall hatte die junge BSC noch nicht.  

Binance Smart Chain in der Kritik

Neben dem unrühmlichen Ende von Meerkat muss sich Binance in den letzten Wochen einiges an Kritik anhören. Denn viele Projekte, die auf der BSC entstehen, sind schlichte Kopien von erfolgreichen Konzepten auf Basis der Ethereum-Blockchain.

Zwar muss man nicht immer das Rad neu erfinden, aber dadurch entsteht der Eindruck, dass man eigentlich gar keine selbstständigen Beiträge zum hauseigenen DeFi-Ökosystem leisten kann. Selbstverständlich ist Binance nicht direkt dafür verantwortlich, wer auf der BSC entwickelt, aber man bewegt sich alleine schon durch die Namensähnlichkeit in die Schusslinie. Und zwar auch dann, wenn Binance keinen direkten Anteil an der Entwicklung eines Protokolls nimmt.  

Ein weiterer Aspekt, der auch im Fall von Meerkat eine Rolle spielen könnte, ist die Tatsache, dass durch das Kopieren auch Fehler übernommen werden. Ob das jedoch die Ursache für den Hack des Protokolls war, ist vorläufig nur Spekulation.

Ähnliche Beiträge

Stellar: Betrüger locken mit XLM-Staking per E-Mail

Robert Steinadler

Exploit: Alpha Finance verliert 38 Millionen US-Dollar

Robert Steinadler

Blockfolio gehackt: Trading-App sendete rassistische Mitteilungen

Robert Steinadler