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Argentinien: Präsident offen für die Einführung von Bitcoin

Argentinische Flagge

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • Der argentinische Präsident Alberto Fernandez äußerte sich in einem Interview zu Bitcoin.
  • Dabei zeigte er sich prinzipiell offen für die Idee, Bitcoin eine wirtschaftliche Rolle in Argentinien zuzuschreiben.
  • Bisher ist El Salvador das einzige Land, welches Bitcoin neben dem US-Dollar als Landeswährung eingeführt hat.

Nachdem Bitcoin in El Salvador als zweite Landeswährung eingeführt worden war, beeilten sich viele lateinamerikanische Politiker aus verschiedenen Ländern ihre Zustimmung zum Ausdruck zu bringen. Insbesondere um die Bitcoin-Miner wurde schnell geworben, aber eine Kettenreaktion blieb aus und damit bleibt El Salvador bisher ein Leuchtturmprojekt.  

Doch nun keimt neue Hoffnung auf, denn jüngst äußerste sich der argentinische Präsident Alberto Fernandez in einem Interview zu Bitcoin und der Idee, BTC eine wichtigere Rolle zukommen zu lassen. Eine CBDC oder gar Bitcoin als Währung in Argentinien einzuführen ist für den Präsidenten ebenso denkbar. Obwohl beides so unterschiedlich wie Tag und Nacht ist, hob Fernandez die Vorteile des deflationären Charakters von Bitcoin hervor.

Argentinien ist von einer schweren Inflation geplagt und dadurch schon seit langer Zeit in einer wirtschaftlich schwierigen Position. Mit einer baldigen Einführung des Bitcoin Standards ist jedoch nicht zu rechnen, denn der Chef der Zentralbank des Landes betrachtet Bitcoin als ungeeignet. Schlussendlich gab sich auch Präsident Fernandez vorsichtig angesichts der regulatorischen Hürden und vieler weiterer Fragen, die noch auf internationalem Parkett zu klären sind.

Bitcoin als Inflationsschutz

Das Bitcoin mit seiner limitierten Menge ein sinnvoller Wertspeicher sein könnte, wird bereits seit Ende 2020 sehr offen diskutiert. Nicht nur MicroStrategy hat eine groß angelegte Wette laufen, dass Bitcoin am Ende die Barreserven des Unternehmens schützen wird.

Wer eine Entwertung seines Geldes fürchtet und deshalb auf Bitcoin setzt, braucht am Ende aber einiges an Ausdauer. Denn die Talsohlen des Kurses können sehr tief sein. Bisher waren langfristige Investitionen aber immer profitabel, denn der Bitcoin konnte sich zu immer neuen Höhen aufschwingen.

Für Menschen, die in Ländern wie Argentinien leben, hat Bitcoin aber noch eine ganz andere Bedeutung. Denn die Kryptowährung lässt sich wunderbar gegen US-Dollar eintauschen und kann ohne Mittelsmänner transferiert werden. Daher bietet BTC eine Form von Sicherheit an, die für Menschen in Europa wahrscheinlich nicht unmittelbar nachvollziehbar ist, wenn man nur die Kursschwankungen in Betracht zieht.

Viele Bitcoiner halten es nur für eine Frage der Zeit, bis andere Staaten El Salvador folgen werden. Argentinien ist und bleibt aufgrund seiner wirtschaftlichen Probleme ein heißer Kandidat.

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