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Airdrop und War Bonds – Wie die Ukraine ihren Kampf finanziert

T80 Panzer
Bildquelle: Artem Apukhtin, pixabay.com

  • Die Ukraine erhielt bislang 33 Millionen US-Dollar an Spenden in Kryptowährungen.
  • Darunter auch von prominenten Persönlichkeiten der Krypto-Branche, darunter Gavin Wood.
  • Wesentlich mehr Geld floss jedoch über Kriegsanleihen, die 270 Millionen US-Dollar einspielten.

Die Solidarität in Europa manifestiert sich in Form von Freiwilligen, die an den Grenzen zur Ukraine humanitäre Hilfe leisten. Aber auch der Spendenmarathon geht weiter und neben diversen Hilfsorganisationen, die über die üblichen Wege Spenden einsammeln, geht die Regierung der Ukraine zusammen mit der globalen Krypto-Gemeinde einen Sonderweg.

Innerhalb kürzester Zeit sammelte man Millionenbeträge in Bitcoin, Ethereum, Tron und Stablecoins. Nachdem man sich bereit erklärte, auch eine Spendenadresse für Polkadot einzurichten, machte Gründervater Gavin Wood die Taschen auf und spendete weitere 5 Millionen US-Dollar. Während viele Organisationen die geleisteten Spenden nur für humanitäre Hilfe verwenden, fließen Mittel aus der Krypto-Kollekte der ukrainischen Regierung sehr wahrscheinlich auch in die Aufrüstung des Militärs.

Dieses ist den russischen Truppen sowohl zahlenmäßig als auch technisch weit unterlegen. Militärexperten diskutieren unlängst öffentlich, dass dieses ungleiche Kräfteverhältnis in einem Guerillakrieg enden könnte und befürchten, dass dies zu flächendeckendem Beschuss von ukrainischen Großstädten führen kann. Hier werden Erinnerungen an die grausame Belagerung von Grosny wach.

Kriegsanleihen spielen mehr ein

Der traditionelle Weg, die eigenen Kriegsbemühungen zu finanzieren, war für die Ukraine zumindest bisher erfolgreicher. Verschiedenen Medienberichten zufolge erzielte man dadurch Einnahmen in Höhe von umgerechnet 270 Millionen US-Dollar.

Die Spenden, die in Kryptowährungen gesammelt werden konnten, wirken vergleichsweise klein, wenn man bedenkt, dass bisher rund 33 Millionen US-Dollar zusammengekommen sind. Dass die Finanzierung einer Ausweitung des Kriegs am Ende mehr Opfer bedeuten wird, scheint für viele Spender und Anleger zweitrangig zu sein. Russland hat mit seinem Einmarsch nicht nur die Friedensordnung, sondern auch das Gerechtigkeitsgefühl vieler Menschen verletzt.

Mysteriöser Airdrop – Snapshot soll morgen stattfinden

Anscheinend möchte man die Werbetrommel für Spenden in Kryptowährungen weiter rühren. Heute Morgen kündigte man einen Airdrop an und stellte einen Snapshot für den 3. März in Aussicht. Es ist jedoch nicht klar, was es zu verteilen gilt oder was man exakt befolgen muss, um sich zu qualifizieren.

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Wer daran teilhaben möchte, hat anscheinend noch Zeit, mit einer Spende vor dem Stichtag zumindest Teil des Snapshots zu werden. Am Ende könnte die Ukraine NFTs oder gar einen eigenen Token herausgeben. Weitere Details sollen noch dazu folgen. Der Zufluss an Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptos geht weiter und damit scheint man das eigentliche Ziel erreicht zu haben.  

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