Afrika will Bitcoin – Nigeria an der Spitze

Kapstadt
Bildquelle: Sharon Ang, pixabay.com

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Google Trends sind eindeutig

Wie groß das Interesse an einem Produkt oder einem Thema ist, wird im Online Marketing auch danach bemessen, wie hoch die Zahl der Suchanfragen dazu lag. Google stellt dazu das praktische Tool „Google Trends“ zur Verfügung.

Demnach sieht es so aus, dass in den letzten 12 Monaten das Interesse an dem Thema Bitcoin in Nigeria und Südafrika am höchsten war. Danach erst kommen Österreich und die Schweiz. Auf Platz 5 kommt dann Ghana.

Betrachtet man die Suchanfragen der letzten 30 Tage, so bleibt das Bild stabil. Ghana verdrängt Südafrika auf Platz 3 und die letzten beiden Plätze der Top 5 gehören Österreich und der Schweiz.


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Inflation und Korruption

Die Inflation in Südafrika und Nigeria dürften eine Rolle bei dem gestiegenen Interesse an dem Thema spielen. Zusätzlich ist es gut denkbar, dass die politische Situation ebenfalls ein entscheidender Faktor bei der Orientierung ist.

Die Regierung unter Jacob Zuma, der bis 2018 im Amt war, galt gemeinhin als korrupt und bestechlich. Daher ist das Vertrauen der Bevölkerung Südafrikas in die politische Führung allgemein stark unterminiert.

Auch in Nigeria ist Korruption ein großes Thema. Hier spielen die Erdölreserven des Landes eine große Rolle. Es ist somit nicht verwunderlich, dass die Bevölkerung beider Länder auf der aktiven Suche nach Alternativen ist. Denn es gilt die eigenen Vermögenswerte nicht nur vor Wertverlust, sondern auch vor dem Zugriff durch den Staat zu schützen. Bitcoin bietet sich dazu an, wenn man bereit ist starke Kursschwankungen in Kauf zu nehmen. Außerdem ist auch der Zahlungsverkehr in andere Länder nicht immer einfach. Somit besteht ein gewisser Bedarf an P2P Transaktionen.

Kaum Infrastruktur

Beide Länder gelten, im Vergleich zu den kontinentalen Verhältnissen, als technologisch und wirtschaftlich sehr fortgeschritten. Allerdings mangelt es noch an zuverlässiger Infrastruktur in der Krypto-Industrie. Diese ist über den ganzen Kontinent verstreut und kämpft immer wieder mit Problemen.

Wie das Magazin Iharare kürzlich berichtete, musste in Zimbabwe die Bitcoin-Börse Golix schließen. In erster Linie soll dies an mangelnder Umsetzung der regulatorischen Vorgaben liegen. Zusätzlich stehen ernste Vorwürfe gegen den CEO im Raum, dieser bestreitet aber die Darstellungen in der Presse.

Quelle: Google Trends

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