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YouTube sperrt Krypto-Kanäle – Blocktrainer nach Löschung in der Krise


Deutschland hat vergleichsweise wenige YouTube-Influencer, die im Bereich Kryptowährungen und Blockchain-Technologie aktiv sind. Dabei kristallisiert sich anhand der relativ kleinen Szene heraus, welche Probleme allgemein in der Krypto-Branche herrschen.

Affiliate Marketing ist für viele Influencer eine lukrative Einnahmequelle. So mancher Kanal oder Blog entsteht aus dem Wunsch heraus mit den lukrativen Werbelinks ein Einkommen zu generieren. Die Information oder Berichterstattung wird zum Alibi, die Beitragsqualität liegt im unteren Niveau und niemand kann der Sache am Ende etwas abgewinnen.

Eine der wenigen Ausnahmen bildet hier der Kanal „Blocktrainer“, der von Roman Reher betrieben wird. In seiner Rolle als Blocktrainer thematisierte Reher in seinen Videos verschiedenste Bereiche, wobei seine Beiträge regelmäßig durch einen hohen Informationsgehalt bestachen.

Doch der Kanal wurde von YouTube gelöscht und Reher ist mit der Situation nicht alleine. Auch andere Kanäle unterliegen Einschränkungen.

Algorithmus ist scharfgestellt

Offensichtlich nimmt es YouTube mit seinen automatisierten Qualitätskontrollen sehr genau. Denn der Blocktrainer ist kein Einzelfall. So wurde auch der Kanal von Tone Vays gesperrt, jedoch nach nur einem Tag wiederhergestellt. Auch andere, vornehmlich englischsprachige Kanäle, waren von kurzzeitigen Sperren betroffen.

Während Persönlichkeiten wie Vays zur internationalen Krypto-Prominenz zählen, ist das Format des Blocktrainer eher ein Lokalmatador, der anscheinend nicht genug Schwungmasse hat, um die Verantwortlichen umzustimmen. Bereits seit 8 Tagen warten der Kanal und seine Community auf eine möglichst wohlwollende Antwort durch den Support.

Doch bisher gibt es keine positive Rückmeldung und so bleibt der Kanal geschlossen. Lediglich Twitch bleibt erhalten, dies geht aber mit einer verringerten Reichweite einher.

Dezentrale Plattformen sind keine Alternative

Auch die diversen dezentralen Alternativen sind im vorliegenden Fall paradoxerweise keine Alternative. Dieser Umstand beweist den mangelnden Wert dieser Plattformen und unterstreicht gleichermaßen ein extrem großes Problem in der Krypto-Szene.

Auf der einen Seite will man die Alternative zu bestehenden Geld- oder Content-Systemen sein, auf der anderen Seite kann man sich nicht von dem Mainstream frei machen. So erklären sich Bitcoin-Konferenzen, die Bitcoin nicht als Zahlungsmittel für Tickets akzeptieren und YouTube-Influencer, die ohne Google nicht arbeiten wollen oder können.

Zugegeben, das Renommee und die Reichweite sind bei YouTube allemal größer. Doch wenn niemand den ersten Schritt wagt, wie kann man dann die Revolution lostreten und gegen vermeintlich allmächtige Konzerne gewinnen?

Das Argument, auf alternativen Plattformen keine Neulinge erreichen zu können, hat ein hohes Gewicht, entkräftet aber die allgemeine Problematik nicht.

Gewinnspiel wurde zum Verhängnis

Letztlich scheint sich der Blocktrainer selber ein Bein gestellt zu haben. Nach eigener Darstellung missglückte der wohlgemeinte Versuch ein Video mit einem Gewinnspiel zu veröffentlichen. Eine erste Verwarnung erfolgte wohl unmittelbar, weil YouTube hier einen Regelverstoß sah.

Als das gleiche Video unter veränderten Bedingungen erneut eingestellt wurde, gab es keine weitere Verwarnung oder vorläufige Sperre, sondern direkt die Löschung des Kanals. Das Vorgehen von YouTube ist in diesem Fall sehr hart und nicht sonderlich transparent.

An Solidarität mangelt es aber nicht. Neben Berichten durch CryptoMonday und dem Krypto Magazin, formierte sich eine breite Front auf Social Media. Auch auf YouTube erklärten sich andere Kanäle mit dem Blocktrainer solidarisch, sogar alte Streitigkeiten wurden dafür beiseitegelegt.

Nun liegt es an YouTube den Kanal zu rehabilitieren.

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