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XRP-Kurs zieht an – Altcoins erholen sich nach BTC-Rallye

XRP Kurs
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Kompakt:

  • Der Bitcoin-Kurs konnte innerhalb von 50 Tagen um rund 8000 US-Dollar zulegen.
  • Mit dieser Performance konnten die meisten Kryptowährungen nicht mithalten.
  • Nun setzt eine leichte Erholung ein, die sehr unterschiedlich ausfällt.

Der XRP-Kurs zog in den letzten 24 Stunden um gut 30 Prozent gegenüber dem US-Dollar an. Ein erstes positives Signal erfolgte am 17. November, als der XRP-Kurs die 0,30 US-Dollar Marke testete. Diese wurde dann vorgestern durchbrochen und dies sorgte seitdem für einen steilen Anstieg, der seinen vorläufigen Höhepunkt bei 0,49 US-Dollar fand.

Zur Stunde steht der XRP-Kurs bei circa 0,42 US-Dollar und hat damit einen Preis erreicht, den man zuletzt im Sommer 2019 verzeichnete und notiert somit knapp unterhalb des Vorjahreshochs. XRP lässt eine lange Durststrecke hinter sich und nun steht zur Debatte, ob man an alte Erfolge anknüpfen kann und weiter in Richtung Allzeithoch marschiert, wie es BTC in den letzten Wochen tat.

Doch auch andere Kryptowährungen erholen sich. So konnte Bitcoin Cash (BCH) ebenfalls ein sattes Plus von 15 Prozent innerhalb von 24 Stunden produzieren und das trotz des Dramas um die kürzlich erfolgte Hard-Fork. Auch andere Kandidaten warten mit einem zweistelligen Plus auf. Darunter Tezos (XTZ), EOS, VeChain (VET) und Stellar (XLM).

Kommt jetzt die Altseason?

Dass die Kurse vieler Altcoins und Token korrigieren und an Wert zulegen, stimmt zwar froh, gibt aber noch keinen Anlass, von einer echten „Altseason“ zu schwärmen. Ein Beginn erscheint zwar möglich, doch viele Kryptowährungen bleiben hinter ihrem Vorjahreshoch zurück.

Nur wenige Kandidaten, wie beispielsweise Ethereum entwickeln sich kurstechnisch positiv und können ihre Hochs aus dem Vorjahr und im Jahr 2020 weiter toppen. Schlussendlich könnte Bitcoin jedoch mit der möglichen Fortsetzung seiner Rallye vieles zunichtemachen.

Denn in BTC gerechnet performen die meisten Kryptowährungen immer noch schwächer als im Jahr 2019. Selbst Ethereum konnte sich davon bisher nicht emanzipieren und bleibt dementsprechend immer noch hinter dem Hoch vom August 2020 zurück, welches zusammen mit dem Vorjahreshoch 2019 einen historischen Widerstand bildet.

Und so könnte es auch weiterhin bei dem Spiel „Up in USD, down in BTC“ bleiben. Bei einer echten Altseason entkoppeln sich die Token und Kryptowährungen jedoch und legen sowohl gegenüber dem Bitcoin, aber auch dem US-Dollar massiv zu. Zuletzt war dieses Ereignis zwischen dem Dezember 2017 und dem Januar 2018 zu beobachten. Doch diese Korrelationen müssen nicht negativ betrachtet werden, schließlich reicht es vielen Tradern, wenn sie kurzfristige Positionen mit einem Plus in US-Dollar abschließen können. Schmerzhafter ist es allerdings für Anleger, die ihre Altcoins langfristig in ihrem Portfolio halten, weil sie letzten Endes mit einem Investment in BTC wenigstens in den letzten 90 Tagen eine bessere Performance erreicht hätten.  

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