Blockchain

Wikimedia Foundation akzeptiert keine Krypto-Spenden mehr

Straßenmusiker bittet mir Gitarrenkoffer um Spenden
Bildquelle: ejaugsburg, pixabay.com

  • Die Wikimedia Foundation hat beschlossen keine Spenden mehr in Kryptowährungen anzunehmen.
  • Grund dafür sind Bedenken bezüglich der Umweltverträglichkeit von Mining und damit von Proof of Work.
  • Der Entscheidung gingen eine dreimonatige Diskussion und eine Abstimmung voraus.

Seit dem Jahr 2014 akzeptierte die Wikimedia Foundation (WMF) Spenden in Kryptowährungen. Dazu arbeitete man mit dem Dienstleister BitPay zusammen, um die Zahlungen akzeptieren zu können. Doch seit vorgestern steht fest, dass man nicht länger daran interessiert ist, die Spenden in Form von Bitcoin oder anderen Kryptos anzunehmen.

Dieser Entscheidung ging eine lange Diskussion voraus, bei der durchaus auch unterschiedliche Standpunkte gehört wurden. Am Ende fiel die Entscheidung aber deshalb negativ aus, weil die Umweltbedenken bezüglich Proof of Work zu groß waren. Gegner von Kryptowährungen sehen den Prozess, bei dem großen Mengen Hardware und Energie notwendig sind als einen Faktor an, der zum globalen Klimawandel beiträgt.

Ein weiterer Aspekt, der ebenfalls eine Rolle gespielt haben dürfte, ist die geringe Summe an Spendengeldern, die man vermittels Kryptowährungen eingenommen hat. Im letzten Jahr waren es rund 130.000 US-Dollar und damit nur ca. 0,08 % aller empfangenen Spenden.

Mozilla geht den Mittelweg

Dass es auch anders gehen kann, beweist Mozilla. Dort hat man sich darauf geeinigt, die Argumente der Kritiker ernst zu nehmen und strich alle Kryptos, die auf Proof of Work basieren. Solche, die auf Proof of Stake oder anderen Alternativen beruhen, akzeptiert man hingegen weiterhin als Spenden.

Dies zeigt, wie festgefahren die Debatte um die Umweltverträglichkeit ist. Denn selbst wenn man die Position der Bitcoin-Gegner als die Richtige einstuft, gibt es links und rechts des Weges eine Menge Alternativen, welche nicht zu dem vermeintlichen Problem beitragen.

Die WMF will jedenfalls in Zukunft weiter beobachten, wie sich die Situation entwickelt. Damit ist die Türe also nicht endgültig geschlossen.

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