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Web3 ist überflüssig – Dorsey und Musk sind sich einig

Bildquelle: Gerd Altmann, pixabay.com

  • Jack Dorsey und Elon Musk starteten eine Debatte auf Twitter.
  • Konsens der beiden Milliardäre scheint zu sein, dass es sich beim Web3 um eine Mogelpackung handelt.
  • Dabei gilt grade das Web3 als eines der Zukunftsthemen für den Krypto-Markt im kommenden Jahr.

Befürworter des sogenannten Web3 sind der Auffassung, dass eine Reihe von verschiedenen Technologien dazu in der Lage ist, das Internet auf den Kopf zu stellen. Primär sind dabei die Machtverhältnisse gemeint, die es großen Tech-Konzernen erlauben, ihre Plattformen in totaler Kontrolle zu führen.

Alleine die Skandale um Facebook zeigen, dass der Endverbraucher tatsächlich sehr schnell zum Produkt werden kann. Diese Kontrolle will man im Web3 insbesondere mit Blockchain-Technologie entziehen und den Nutzern ein Eigentum an ihren Daten und digitalen Inhalten zuschreiben.

Das klingt gut, rief aber jüngst zwei prominente Persönlichkeiten auf den Plan. Jack Dorsey startete eine Debatte auf Twitter und Elon Musk assistierte.

Ist das Web3 ein Spielball von Venture Capital?

Die Wunderwerke der Technologie, die das Internet wahrhaft dezentral gestalten sollen, benötigen allerdings Kapitalgeber, um Wirklichkeit werden zu können. Dorseys stärkster Kritikpunkt ist die Tatsache, dass Web3-Projekte ihren Investoren einen Anreiz geben müssen. Via Twitter warnte er davor, dass die Nutzer von Web3-Projekten zukünftig dafür sorgen dürfen, das die Kasse bei den Investoren klingelt.

Am Ende würde sich also nichts ändern, weil erneut die Interessen von Dritten bedient werden müssten, so Dorsey. Das sieht anscheinend auch Elon Musk so und stellte hämisch die Frage, ob jemand das Web3 gesehen hätte. Dabei sind Musk und Dorsey nicht in jeder Hinsicht auf einer Wellenlänge. Musk ist ein Verfechter von Memecoins und Dorsey sieht ausschließlich in Bitcoin die Zukunft.

Ungeachtet der Frage, wie man sich in Bezug auf Dogecoin und Bitcoin positioniert, könnte es sich am Ende bei der großen Vision des Web3 tatsächlich um ein Luftschloss handeln.

„Bitcoin only“ – Dorsey hat eine Mission

Auch wenn die Kritik nicht ganz von der Hand zu weisen ist, so ist auch Jack Dorsey nicht gänzlich unparteiisch. Nachdem er bei Twitter seinen Stuhl geräumt hat, macht er sich mit Square daran, die Entwicklung von Bitcoin global voranzutreiben.

Daran ließ er auch gegenüber der Künstlerin Cardi B keinen Zweifel. Auf ihre Frage hin, ob Kryptowährungen den Dollar ersetzen könnten, antwortete Dorsey, dass Bitcoin dazu in der Lage ist.

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