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Toilet-Paper-Coin (TPC): Softwareentwickler aus München entwirft „Safe-Haven-Asset“

Toilet-Paper-Coin
Bildquelle: Jasmin Sessler, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Nachdem vor einigen Wochen der Coronacoin für Belustigung und Empörung gesorgt hat, schickt sich nun ein zweites Projekt an, die Pandemie zum Thema zu machen. Mit Toilet-Paper-Coin (TPC), will sein Erfinder das Asset auf die Blockchain bringen, welches zurzeit scheinbar die einzige harte Währung ist.

Technisch betrachtet handelt es sich bei TPC um ein ERC-20 Token auf der Ethereum-Blockchain. Der Smartcontract hat es in sich und führt nicht nur die Hamsterkäufe vor, sondern auch die Token-Ökonomie. Denn wer sich an TPC beteiligt, der kann damit „hartes“ Toilettenpapier verdienen und sogar selber welches zur Verfügung stellen bzw. produzieren.

Die Idee dahinter hat in den letzten Monaten an Beliebtheit gewonnen. Denn den Toilet-Paper-Coin kann man durch Staking von echtem Klopapier vermehren.

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3-lagiges Gold

Jeder Token kann für eine Rolle 3-lagiges Toilettenpapier eingetauscht werden, welche jeweils über 500 Blatt pro Rolle verfügt. Bisher ist nicht bekannt, ob jemand bereit ist, ernstlich bei dem verrückten Deal mitzumachen.

Angesichts der Panik, die in manchen Supermärkten herrscht, machte der Vorschlag in gewisser Hinsicht sogar Sinn. In verschiedenen deutschen Großstädten sind Drogerieketten vereinzelt dazu übergegangen, Toilettenpapier nur noch stoßweise in die Regale aufzufüllen. Dies soll Hamsterkäufer davon abhalten, sich ruckartig den Bestand unter den Nagel zu reißen.

Auch auf Social-Media machen Bilder aus aller Welt die Runde. Häufig zeigen Videos und Fotos Gewalttaten in Supermärkten, die nicht selten für Artikel des täglichen Bedarfs begangen werden.

Bundeskanzlerin mahnt zur Solidarität

Angela Merkel hat in ihrer gestrigen Ansprache an den Zusammenhalt und die Besonnenheit der Deutschen appelliert. Dabei sprach sie auch Hamsterkäufe an und mahnte zur Zurückhaltung, grade weil ein solches Verhalten unsolidarisch ist.

Die wirklich wichtige Frage, die sich die Hamsterkäufer stellen müssen, ist aber eher pragmatischer Natur. Wenn sich die Krise verschlimmern sollte und der eigene Vorrat an Toilettenpapier, den der Lebensmittel übersteigt, was will man dann mit den ganzen Rollen?