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Teurer Einstieg trotz Kursdelle: Strategy bleibt seiner Bitcoin‑Strategie treu

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Bildquelle: © Robert - stock.adobe.com

Strategy Inc. (Nasdaq: MSTR) hat erneut Bitcoin zu einem deutlich höheren Preis erworben als dem aktuellen Marktniveau. Wie aus dem heute veröffentlichten Form‑8‑K‑Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, erwarb das Unternehmen in der Woche vom 2. bis 8. Februar insgesamt 1.142 BTC zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 78.815 US‑Dollar pro Bitcoin. Der Gesamtaufwand belief sich auf rund 90 Millionen US‑Dollar.

Zum Vergleich: Der Bitcoin-Kurs notiert aktuell bei etwa 69.000 US‑Dollar und war in der vergangenen Woche zwischenzeitlich sogar bis in den Bereich von 60.000 US‑Dollar gefallen. Auf den ersten Blick wirkt der jüngste Zukauf daher wie ein schlechtes Timing – ein Eindruck, der sich bei Strategy jedoch regelmäßig wiederholt und strukturelle Gründe hat.

Finanziert wurden die Käufe über das laufende At‑the‑Market‑Programm für MSTR-Stammaktien. In dem genannten Zeitraum platzierte Strategy 616.715 Aktien und erzielte daraus Nettoerlöse von rund 89,5 Millionen US‑Dollar. Diese Mittel wurden anschließend vollständig für den Bitcoin-Erwerb eingesetzt. Verkäufe von Preferred Stocks fanden im Berichtszeitraum nicht statt, obwohl weiterhin ein erhebliches Emissionsvolumen für verschiedene Vorzugsaktienklassen zur Verfügung steht.

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Mit dem jüngsten Zukauf steigt der gesamte Bitcoin-Bestand von Strategy auf 714.644 BTC. Der kumulierte Kaufpreis liegt nun bei rund 54,35 Milliarden US‑Dollar, was einem durchschnittlichen Einstandspreis von 76.056 US‑Dollar pro Bitcoin entspricht. Damit liegt auch der langfristige Durchschnitt weiterhin deutlich über dem aktuellen Marktpreis.

Dass Strategy regelmäßig oberhalb kurzfristiger Marktpreise kauft, ist weniger auf Fehleinschätzungen des Managements zurückzuführen als vielmehr auf die Funktionsweise des ATM‑Programms und die gewählte Kapitalmarktstrategie. Die Aktien werden nicht punktgenau zu Kurs-Höchstständen verkauft, sondern fortlaufend über mehrere Handelstage hinweg in den Markt gegeben. Die daraus resultierenden Mittel stehen ebenfalls nicht sofort, sondern zeitlich gestaffelt zur Verfügung. Entsprechend erfolgen die Bitcoin-Käufe ebenfalls über einen Zeitraum hinweg und orientieren sich an Durchschnittspreisen, nicht an lokalen Tiefpunkten.

Hinzu kommt, dass Strategy bewusst auf taktisches Trading verzichtet. Das Unternehmen verfolgt seit Jahren eine Buy‑and‑Hold‑Strategie und kommuniziert offen, dass kurzfristige Kursschwankungen für die Kaufentscheidung keine zentrale Rolle spielen. Bitcoin wird als strategische Reserve betrachtet, nicht als Asset für opportunistisches Market Timing. In Phasen erhöhter Volatilität – wie zuletzt mit schnellen Bewegungen zwischen 60.000 und 70.000 US‑Dollar – führt dieser Ansatz zwangsläufig dazu, dass Käufe im Nachhinein teuer wirken.

Ein weiterer Faktor ist der Zusammenhang zwischen Aktienkurs und Bitcoin-Kurs. Die Nachfrage nach MSTR-Aktien steigt typischerweise in Phasen steigender Bitcoin-Preise. Das ATM‑Programm entfaltet damit seine größte Wirkung gerade dann, wenn Bitcoin bereits teuer ist. In Kursrückgängen hingegen nimmt auch das Platzierungsvolumen am Aktienmarkt ab, was die Möglichkeit limitiert, größere Beträge zu niedrigeren Bitcoin-Preisen zu investieren.

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