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Solana erlebt Totalausfall – Netzwerk brauchte einen Neustart

Solana reboot

Lesedauer für den Artikel: 3 Minuten

Kompakt:

  • Gestern Nacht fiel die Solana-Blockchain vollständig aus.
  • Der Zusammenbruch wurde durch eine Flut von Transaktionen ausgelöst.
  • Mittlerweile wurde ein Patch eingespielt und das Netzwerk neugestartet.

Solana erlebte gestern Nacht einen Totalausfall, der rund 8 Stunden andauerte. Währenddessen waren keine Transaktionen möglich. Daher lagen auch alle DeFi-Protokolle still und es gab keine Möglichkeit, Kapital bzw. Krypto-Assets ein- oder auszuzahlen.

Grund für den Zusammenbruch war eine Flut von Transaktionen. Das Netzwerk sah sich mit einer Spitzenlast von 400.000 TPS überfordert und brach zusammen. Etwa zur gleichen Zeit traf es auch das Second-Layer-Protokoll Arbitrum auf Ethereum. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich im Fall von Solana um einen koordinierten Angriff gehandelt haben könnte. Da die Netzwerkgebühren extrem gering sind, ist es relativ günstig das Netzwerk mit Spam lahmzulegen.

Eine andere Interpretation ist, dass die IDO von Grape Protocol für den Zusammenbruch ausschlaggebend war. Demnach sollen Bots, die bei dem Token Sale mitgeboten haben, für die hohe Auslastung verantwortlich sein. Anders als Arbitrum war bei Solana jedoch der erste Layer betroffen und somit kam die ganze Blockchain zum Erliegen.

Solana brauchte einen Neustart

Nutzer von Windows kennen die Prozedur sicherlich. Wenn gar nichts mehr hilft, einfach einen Neustart probieren. So ähnlich lief es auch vor wenigen Stunden für Solana, weil der Zusammenbruch eine unfreiwillige Fork zur Konsequenz hatte.

Zusammen mit dem Neustart wurde ein Patch eingespielt, der das Problem beheben soll. Dieser Umstand spielt Kritikern von Solana natürlich in die Hände. Denn dadurch, dass Solana den Schwerpunkt auf Geschwindigkeit und geringe Gebühren gelegt hat, ist die Blockchain grundsätzlich angreifbar, was dezentrale Netzwerke mit einem starken Fokus auf Stabilität und Sicherheit nicht betrifft.

Dennoch bleibt Solana ein heißer Kandidat im DeFi-Space. Schließlich ist es für viele Anleger gar nicht so entscheidend, dass der Layer die höchste Sicherheit bietet, sondern die grundsätzliche Möglichkeit, dezentrale Anlageprodukte schnell und günstig nutzen zu können, ist für sie viel wichtiger.

SOL-Kurs knickte ein

Der Ausfall machte sich auch am Markt bemerkbar, war aber nicht so stark zu spüren. Schließlich war es nicht möglich, Solana abzustoßen, es sei denn, man hatte SOL bereits auf einer zentralen Börse liegen.

Daher ist die Korrektur, die der Solana-Kurs aktuell erlebt, eher der Gesamtsituation am Markt geschuldet. Denn Bitcoin ist immer noch in der Warteposition. Während ein Ausbruch von BTC oberhalb von 50.000 US-Dollar sehr bullish wäre, gilt den meisten Analysten das Unterschreiten der Marke von 40.000 US-Dollar als bearishes Signal.

Schlussendlich setzte die Korrektur von Solana bereits am 9. September ein und darf nach einem so rapiden Kursanstieg als ein gesunder Marktmechanismus verstanden werden. Sollte das Netzwerk häufiger Crashs erleben, dann bliebe abzuwarten, ob das DeFi-Ökosystem von Solana wachsen kann.

Bisher hat sich Solana in Bezug auf den TVL auf Platz 3 geboxt und kommt der Binance Smart Chain langsam nah. Für langfristige Chancen auf ein Kurswachstum dürfte dieser Wert eine große Bedeutung haben.

Hinweis: Dieser Artikel ist ausschließlich zur Information bestimmt und stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von jedweden Anlageprodukten und Kryptowährungen dar, sondern spiegelt lediglich die Meinung des Autors wider. Kryptowährungen sind volatil und ihr Erwerb ist mit einem hohen Risiko behaftet, welches zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen kann. Die Informationen in diesem Artikel können keine professionelle Anlageberatung ersetzen. Alle Kursangaben erfolgen ohne Gewähr. Bitte beachten Sie dazu auch unseren vollständigen Haftungsausschluss.

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