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Sicherheit

Solana: Drift Protocol verliert 280 Millionen US-Dollar

Solana
Bildquelle: © Rafael Henrique - stock.adobe.com

Kein Aprilscherz: Der dezentrale Handelsplatz Drift Protocol teilte vor wenigen Stunden mit, dass ein Angriff auf die Plattform läuft. Da sich die Lage binnen weniger Stunden entwickelt hat, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht absehbar, ob der Schaden am Ende nicht noch höher ausfallen könnte. Der Bitcoin-Kurier fasst zusammen, was Stand 01.04.2026, 22:05 Uhr MEZ, bekannt ist:

  • Gegen 20:00 Uhr MEZ trafen erste Meldungen in den sozialen Medien ein, dass Drift Protocol möglicherweise gehackt worden sei.
  • Zu diesem Zeitpunkt waren On-Chain-Transaktionen zu beobachten, die auf einen Verlust an Kryptowährungen in Höhe von 200 Millionen US-Dollar hindeuteten.
  • Eine Stunde später bestätigte das Drift-Team, ungewöhnliche Aktivitäten beobachtet zu haben, und forderte alle Nutzer auf, keine weiteren Mittel einzuzahlen.
  • Kurze Zeit später folgte über den offiziellen X-Account von Drift die Bestätigung, dass ein Angriff auf das Protokoll stattgefunden hat.

Die Hacker transferieren munter weiter

Inzwischen hat sich die Schadenssumme deutlich erhöht, was unabhängige On-Chain-Analysen von Lookonchain, PeckShield und Arkham Intelligence bestätigen. Offiziell wurde die Zahl zwar noch nicht bestätigt, doch laut diesen Analysen beläuft sich der Schaden auf rund 280 Millionen US-Dollar.

Offenbar haben die Täter auch unmittelbar damit begonnen, die erbeuteten Kryptowährungen zu waschen: Hohe Summen wurden per Bridge auf die Ethereum-Blockchain transferiert und dort gegen Ether getauscht. Gleichzeitig brach der Kurs des Drift-Tokens um 33 Prozent ein und fiel auf 0,0484 US-Dollar.

Angesichts des enormen Schadens könnte damit das Schicksal von Drift Protocol besiegelt sein. Drift Protocol ist ein dezentralisiertes Handelsprotokoll auf der Solana-Blockchain, das sich auf Perpetual Futures, Spot-Trading, Kreditmärkte und ein einheitliches Margin-System spezialisiert hat. Es zählt zu den technisch fortschrittlichsten Projekten im Solana-Ökosystem und bietet eine Handelsumgebung, die sich vom Nutzererlebnis her stark an zentralisierte Börsen anlehnt – dabei bleibt die Plattform jedoch vollständig non-custodial, sodass Nutzer ihre Coins zu keiner Zeit an eine zentrale Instanz abgeben müssen.

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