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SatoshiLabs will Hardware Wallets mit Open-Source Chips revolutionieren

SatoshiLabs Tropic Square

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

  • SatoshiLabs stellt die beliebten Trezor Hardware Wallets her.
  • Die verwendeten „Secure Element“ Chips gelten als Schwachstelle.
  • Das Unternehmen Tropic Square soll bessere Hardware entwickeln.

Mit Tropic Square startet der Pionier SatoshiLabs ein neues Unternehmen und will damit den Markt für Hardware Wallets revolutionieren. Die Entwicklung neuer Open-Source Chips soll auch die eigenen Produkte auf ein neues Level heben.

Zwar war man bei der Entwicklung von Trezor, von der Idee hinter Open-Source inspiriert, musste aber bei bestimmten Bauteilen auf proprietäre Hardware setzen. Diese kann nicht im gleichen Maß auditiert werden, wie Open-Source und daher müssen Firmen und Anwender darauf bauen, dass der Hersteller dieser Teile auch vertrauenswürdig ist.

Um zukünftig unabhängig von solchen Zulieferern zu sein und ein noch sichereres Produkt zu bekommen, startet man mit Tropic Square also den Versuch bestimmte Bauteile auf Basis von Open-Source zu entwickeln.

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Das Secure Element ist nicht sicher

Sogenannte Secure Element Chips sollen bestimmte Eigenschaften garantieren, die – wie der Name schon verrät – sicherheitsrelevant sind. Doch die Art und Weise, wie die Chips hergestellt und zertifiziert werden, stellt ein Problem dar.

Hier stand man in der Vergangenheit vor einem Problem. SatoshiLabs fand Sicherheitslücken in einem Chip, durfte diese dann aber nicht frei kommunizieren und der Vertragspartner lehnte es ab, seine Kunden zu warnen.

Im Falle von SatoshiLabs stand man nach eigenen Angaben unter einer NDA. Dabei handelt es sich um einen Vertrag, der es den Parteien in der Regel unter Androhung heftiger Vertragsstrafen untersagt, über das Produkt öffentlich zu sprechen. NDAs sind in der IT-Branche obligatorisch und sichern Geschäftsmodelle und gemeinsame Entwicklungsarbeit ab.

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Tropic Square ist also der Versuch, dieser Problematik zu begegnen. In welchem Zeitrahmen man dieses hehre Ziel erreichen kann, ist noch vollkommen offen. Grundsätzlich könnte man es aber schaffen, die komplette Industrie auf den Kopf zu stellen.

Denn auch andere Hersteller könnten von den Chips profitieren. Und schlussendlich wäre es nur eine Zeitfrage bis die Technologie nicht nur für Bitcoin, sondern auch für andere Kryptowährungen zur Verfügung steht. Sollte man mit den eigenen Plänen besonders großen Erfolg haben, dann wäre es im Prinzip sogar denkbar, dass man zukünftig auch in anderen Anwendungsfeldern eine Revolution starten kann.