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QuadrigaCX Kunden haben Zweifel – Anwälte fordern Exhumierung der Leiche von Gerald Cotten

Bildquelle: carolynabooth, pixabay.com

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Der Tod des CEO wirft Fragen auf

Es ist einer von vielen Skandalen, der im Jahr 2019 die Krypto-Branche erschütterte. Die kanadische Börse QuadrigaCX musste schließen und konnte die Kunden nicht mehr auszahlen. Anlass dafür war nicht etwa ein Hack, sondern das Hinscheiden des CEOs.

Gerald Cotten verstarb im Alter von nur 30 Jahren, während eines Aufenthalts in Indien. Die Umstände seines Todes gaben Anlass zu jeder Menge Spekulationen. So soll die Sterbeurkunde Fehler aufgewiesen haben und es kam außerdem zu Unregelmäßigkeiten bei den Transaktionen auf den Cold Wallets der Börse.

Er soll aber auch der Einzige gewesen sein, der Zugriff auf die Einlagen der Kunden und des Unternehmens hatte. Somit hatte das restliche Management keinen Zugriff mehr auf die Private Keys.


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Leiche soll exhumiert werden

Nun wird die Angelegenheit auf die Spitze getrieben, denn ein Teil der betroffenen Kunden fordert nun über Anwälte die Exhumierung der Leiche Cottens ein. Ein extremer Schritt, denn die Totenruhe gilt in den meisten Kulturen als heilig und wird deshalb streng vom Gesetz geschützt.

Die Befürchtung der Geschädigten, Cotten könnte seinen Tod vorgetäuscht haben, um mit den Einlagen unterzutauchen, liefert den Anlass für ihren Antrag. Das Gerücht um einen gewieften Exit-Scam Cottens hält sich bis heute, obwohl sich bisher keine abschließenden Beweise für diese These finden lassen.

Dies soll mit der Exhumierung und einer Autopsie bewirkt werden, denn dann wäre zweifelsfrei geklärt, ob Cotten verstorben ist.

Gigantische Vermögen verschwunden

Ein Grund, der die Behörden zur Zustimmung bewegen könnte, ist die hohe Summe, die bis jetzt als unwiederbringlich verloren gilt. Gut 135 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen sind mit dem Tod Cottens unantastbar geworden.

Es ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert, dass es anscheinend keine Prozesse gab, die intern für den Notfall festgelegt wurden. Das Management hätte damit rechnen können, dass diese Praxis ein gewisses Risiko beinhaltet.

Die besonderen Umstände des Falls haben bisher dafür gesorgt, dass mehrere Behörden die Ermittlungen aufgenommen haben. Die Zustimmung zu dem Antrag könnte deshalb sehr wahrscheinlich erteilt werden.