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PIVX hat einen Geist gesehen – Kopierte McAfee Code und Whitepaper?

Ist Ghost ein Pivx Plagiat?

Lesedauer für den Artikel: 3 Minuten

  • PIVX ist schlägt Alarm, denn GHOST soll nur eine schlechte Kopie sein.
  • Der Preis von ESH Token reagiert und bricht dramatisch ein.

Ohne Krypto-Drama geht es nicht. Nun rauschen Plagiatsvorwürfe durch die Krypto-Szene. Das Team um Pivx beschwert sich über John McAfee, denn dieser soll sich für seine eigene Kryptowährung, mit dem Namen Ghost, bei Pivx bedient haben.

Es mutet ein wenig seltsam an, dass ausgerechnet im Reich der Kryptowährungen darauf bestanden wird, dass der Code oder das Whitepaper einen bestimmten Urheber gehört. Denn der gute Standard sieht vor, dass diese Dinge Open-Source sind und damit für alle Menschen frei zugänglich. Doch das hielt das Pivx Team nicht davon ab Alarm zu schlagen.

Doch neben dem Gebuhle darum, wer eine Idee zuerst hatte, gibt es auch einen sachlichen Grund, warum die Warnung durchaus einen Sinn haben könnte. Das setzt wiederum voraus, dass die Anschuldigungen auch wahr sind.

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PIVX mit langer Darstellung

In einem langen Blogbeitrag ging das Pivx Team mit seiner Darstellung an die Öffentlichkeit. Demnach fand das Team in dem Whitepaper von Ghost viele Übereinstimmungen zu der eigenen Version aus dem Jahr 2018.

Auch im Code von Ghost fand man viele identische Stellen. Doch was soll die langatmige Darstellung bringen, wo doch alles kopiert werden darf?

Pivx ist ein sogenannter Privacy Coin, dessen technischen Spezifikationen anonyme Transaktionen ermöglichen sollen. Zum Ende des Jahres 2020 will Pivx ein neues Protokoll einführen, welches auf den Namen ZcashSapling hört und den Datenschutz insgesamt verbessern soll.

Der Code, der für Ghost kopiert wurde, ist jedoch nach Aussagen von Pivx wesentlich älter, was den Verdacht nahelegt, dass Ghost entweder seine eigene Entwicklung vorantreiben wird oder ZcashSapling einführt, wenn das Pivx Team mit der Arbeit fertig ist.

Zerocoin mit Schwächen

Die Umstellung ist auch bitter nötig, denn das bisher verwendete Zerocoin Protokoll weist Schwächen auf. Diese wurden bereits im Jahr 2019 publik gemacht, weshalb viele Kryptowährungen, die auf Zerocoin setzen, nun wechseln wollen oder das Protokoll bereits abgelöst haben.

Die Befürchtung der Pivx Entwickler besteht also darin, dass Ghost nicht nur ein Klon ist, der sich ihrer Arbeit bedient, sondern dass Nutzer auch nicht sonderlich sicher sind. Sollte sich ihr Verdacht bestätigen, dann bleibt Ghost immer hinter den technischen Möglichkeiten zurück.

Nur wenn der Altcoin von eigenen Entwicklern ständig gepflegt wird, kann Ghost seinen Nutzern gerecht werden. Andernfalls riskieren sie, auf wackelige Technologie zu setzen. Dann könnte man tatsächlich zum besser gepflegten Original greifen.

Ghost mit Gegendarstellung

Eine detaillierte Antwort steht zwar noch aus, aber zunächst dementierte man, dass es sich bei Ghost um ein Plagiat handelt. Die Basis des Codes stamme zwar von Pivx, aber ansonsten werde man eine eigene Entwicklungsarbeit anstreben und leisten. Auch John McAfee hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Auf die Gegendarstellung in Form eines Blogbeitrags darf man gespannt sein. Denn am 25. Mai soll Ghost starten. Da es sich um eine reine Proof of Stake Kryptowährung handeln wird, können Nutzer Ghost erhalten, indem sie zuvor ESH Token erwerben. Wer am Stichtag ESH Token hält, der kann die gleiche Menge an Ghost einfordern.

Auf der Krypto-Börse Mercatox verlor der ESH Token gegenüber Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) massiv an Wert und halbierte in kürzester Zeit den Preis.