Mining

Norton Crypto will Ethereum-Mining sicherer machen


Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Kompakt:

  • NortonLifeLock will an seine Kunden Mining-Software unter dem Namen Norton Crypto ausliefern.
  • Damit sollen sie besser vor Viren und Ransomware geschützt werden.
  • Wie die Software im Vergleich zu Open-Source-Varianten abschneidet, ist noch unbekannt.

NortonLifeLock wagt sich mit Norten Crypto in ein vollkommen neues Gebiet vor. Kunden des Early-Adopter-Programms der Norton 360 Plattform sind seit gestern in der Lage, Ethereum zu schürfen, wenn sie dazu eine Einladung erhalten haben.

Mit Norton Crypto will man einen Bereich sicherer machen, der in Hinblick auf die IT-Sicherheit als kritisch betrachtet wird. Dabei denkt das Unternehmen zunächst an die vielen verschiedenen Möglichkeiten, mit denen Minern durch manipulierte Software geschadet werden kann. Die Software soll auch ein eigenes Wallet besitzen, welches in der Cloud gespeichert wird, um Datenverlust vorzubeugen.

Laut der Pressemitteilung soll Norton Crypto in den kommenden Wochen allen Kunden zur Verfügung stehen. Ob die Integration weiterer Kryptowährungen geplant ist, ist ebenso unbekannt wie die Leistungsdaten der Software beim Mining.

Virenscanner mögen keine Miner

Es ist zwar interessant und irgendwo auch lobenswert, dass sich Norton am Mining versuchen will, aber gleichermaßen mutet es auch etwas seltsam an. Schließlich stufen die meisten Antivirenprogramme gängige Mining-Software in der Regel als schadhaft ein und entfernen diese automatisch oder warnen wenigstens mehr als eindringlich.

Dabei sind alle gängigen Programme quelloffen und erfahren daher auch eine hervorragende Pflege. Das betrifft ihre Leistung, die Erweiterung und ihre Sicherheit. Das Virenscanner sie als Schadsoftware einstufen, hat auch irgendwo seinen Sinn, schließlich werden auch Rechner kompromittiert, um auf ihnen heimlich zu schürfen.

Dennoch trägt diese unterschiedslose Behandlung von Software nicht zur Sicherheit bei. Denn sobald es sich um Mining-Software handelt, schlagen die meisten Scanner direkt Alarm. So entsteht ansatzweise der Verdacht, dass Norton ein Gefühl der Sicherheit verkauft, wo doch die meisten kostenlosen Lösungen gar keine Bedrohung darstellen, obwohl viele Antivirentools schon nach ihrem Download warnen.  

Am Ende ist das alles aber auch gar nicht so wichtig. Denn die Miner interessiert in der Regel die Effizienz der Software und ihr Preis. Wenn hier die Leistung stimmt, dann dürfte Norton durchaus Abnehmer finden.

Ähnliche Beiträge

China: Mining-Pools schalten ab – Ethereum unter Druck

Robert Steinadler

Bitcoin-Mining: US-Senatorin wirbt für den Standort Wyoming

Robert Steinadler

Bitcoin: Hashrate auf Tiefststand – Wohin ziehen die Miner?

Robert Steinadler