Regulierung

Niederlande: DNB brummt Coinbase Millionenstrafe auf

Windmühle

  • Die Coinbase Europe Limited soll 3,325 Millionen Euro Strafe zahlen.
  • Ursache ist, dass die Handelsplattform ihre Leistungen ohne vorherige Registrierung bei den zuständigen Behörden angeboten hat.
  • Die angeschlagene Börse hat bis zum 2. März Zeit, den Weisungen zu widersprechen.

Die Niederländische Zentralbank (DNB) hat Coinbase Europe Limited eine administrative Strafe auferlegt, weil das Unternehmen Kryptowährungsdienstleistungen ohne die gesetzlich vorgeschriebene Registrierung bis zum 22. September 2022 angeboten hat. Erst ab diesem Stichtag verfügte das Unternehmen über die erforderliche Lizenz, weshalb die DNB die Strafe sogar um 5 Prozent gemindert hat.

Laut den niederländischen Gesetzen zur Finanzmarktregulierung ist es Coinbase Europe Limited nicht erlaubt, eine solche Dienstleistung anzubieten, ohne vorher eine Registrierung bei der DNB einzureichen. Coinbase Europe Limited hat dies jedoch nicht getan und muss nun eine administrative Strafe in Höhe von 3,325 Millionen Euro zahlen.

DNB gibt eine Warnung heraus

Die DNB betonte zusätzlich, dass sie strenge Regeln und Vorschriften zur Regulierung der Kryptowährungsmärkte anwendet und dies auch weiter tun wird. Diese Regeln sollen sicherstellen, dass Anbieter von Kryptowährungsdienstleistungen in den Niederlanden verantwortungsvoll und nach den gesetzlichen Vorschriften handeln.

Die DNB gab mit der Pressemitteilung auch gleichzeitig eine Warnung an alle andere Anbieter von Kryptowährungsdienstleistungen heraus, dass sie ihren gesetzlichen Pflichten zwingend nachkommen müssen. Auch andere Anbieter von Kryptowährungen ohne Registrierung bei der DNB können somit mit einer hohen Geldstrafe rechnen.

Niederländischer Markt früh und stark reguliert

Doch die Regulierungswut der Behörden im Beneluxstaat kommt nicht über Nacht. Bereits 2019 hatte die DNB Unternehmen dazu aufgerufen, sich registrieren zu lassen und hatte vor den Konsequenzen gewarnt.

Allerdings war diese Registrierung und Lizenzierung laut Aussagen mehrerer Marktteilnehmer so aufwendig gestaltet, dass Aufwand und Kosten vor allem für viele kleine Unternehmen kaum absehbar waren. Dementsprechend vermieden viele Player die Registrierung und müssen mit hohen Geldbußen oder sogar einem Verbot rechnen.

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