Monero: Neuer Algorithmus im Oktober

Monero XMR Random-X
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Keine neuen Forks mehr

Gegen Ende des Jahres will man sich wahrscheinlich vom CryptoNight Algorithmus verabschieden und eine Partnerschaft mit Arweave eingehen. Wie der Cointelegraph berichtete, ist die geplante Umstellung für den Oktober 2019 geplant. Der neue Algorithmus soll „Random-X“ werden und dafür sorgen, dass Monero dauerhaft resistent gegen ASICs bleibt.

Die bisherige Lösung sah vor im halbjährlichen Takt eine Fork durchzuführen, um den Algorithmus regelmäßig abzuändern. Auf diesem Weg soll es Herstellern von ASICs erschwert werden ihre Produkte anzupassen. Damit soll zusätzlich dafür gesorgt werden, dass Privatsphäre und Datenschutz gewährleistet wird.

Mit Random-X sollen wieder CPU-Miner besser belohnt werden, daher soll dieser Algorithmus nicht nur ASICs bekämpfen, sondern auch das GPU-Mining weniger attraktiv machen.

Nicht genaues weiß man nicht

Das Problem bei der bisherigen Lösung ist, dass man nicht genau abschätzen kann, ob die Hersteller ihre AISCs nicht genauso schnell auch wieder an den neuen Algorithmus anpassen können. Außerdem stellen die fortlaufenden Änderungen auch ein Risiko für die Blockchain dar, denn sie sind ein möglicher Angriffsvektor und potentielle Fehlerquelle zugleich.

Zusätzlich muss man eine jede Fork des Coins stark zentralisieren, damit er auch Erfolg haben kann. Daher ist ein positives Ergebnis durch die laufenden Änderungen ungewiss. Eine Folgenabschätzung lässt sich wahrscheinlich nicht mehr adäquat durchführen. Damit stehen sämtliche Vorteile der bisherigen Strategie in Frage.

Crowdfunding für Audits

Die Community hat das Projekt ordentlich vorangetrieben. Insgesamt wurden 1400 XMR von 40 Personen gespendet, damit Random-X auditiert werden kann. Audits sind unerlässlich für die Zuverlässigkeit von Software. Anhand von ZCoin kann man sehr gut sehen, wie schlimm die Auswirkungen von Fehlern sind. Durch einen Fehler in der Kryptographie von ZCoin, konnten Angreifer eine erhebliche Summe an Coins erschaffen, die nicht vorgesehen waren. #

Durch intensive Audits lassen sich viele Fehlerquellen beseitigen und mögliche zukünftige Schwächen besser eingrenzen. Mit den Spenden werden insgesamt 3 Firmen finanziert, die am Audit beteiligt sind. Eine vierte wird von Arweave selber bezahlt.

Starke Strukturen

Die dezentrale Struktur von Monero ist ein Grundpfeiler für den Schutz der Privatsphäre seiner Anwender. Nur wenn sich sichergestellt ist, dass niemand dauerhaft mehr Erfolg durch den Einsatz spezifischer Hardware haben kann, ist das Netzwerk sicher.

So etwas wie absolute Sicherheit und Anonymität gibt es nicht. Dennoch schneidet Monero in Hinblick auf diese Aspekte im direkten Vergleich zu anderen Kryptowährungen mit am besten ab.

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