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Markt für Kryptowährungen bricht weiter ein – Quo vadis BTC?

Abgestürztes Flugzeug
Bildquelle: Mirko Kaminsk, pixabay.com

Kompakt:

  • Auch am heutigen Handelstag brachen die Kurse weiter ein.
  • Das Handelsvolumen ging in den letzten 24 Stunden massiv zurück.
  • Die Marktstruktur hat sich damit drastisch verschlechtert.

Günstige Gebühren auf der Ethereum-Blockchain sind ab sofort Wirklichkeit. Denn den DeFi-Sektor traf mit dem jüngsten Kurseinbruch der Schlag. Zum einen sank der Wert der Assets, die an DeFi-Protokolle gebunden sind und zum anderen nahm auch das Handelsvolumen massiv ab. Waren die Protokolle am 12. Mai noch rund 88 Milliarden US-Dollar schwer, so liegen sie jetzt nur noch bei 51 Milliarden US-Dollar.

Auch der Wert und das Handelsvolumen für diverse DeFi-Token sind eingebrochen. So verzeichnete Uniswap (UNI) einen Einbruch von 58 % für das Handelsvolumen des Tokens in den letzten 24 Stunden. Bei Redaktionsschluss liegt der UNI-Kurs bei 17,37 US-Dollar. Es gab in den letzte 7 Tagen keinen Token oder Coin, der nicht wenigstens 50 % an Wert verloren hat.

Dementsprechend verliert der Markt rapide an Struktur. Und obwohl Bitcoin hier selbst in der Krise vergleichsweise gut dasteht, sieht es für die Leitwährung kein Stück besser aus. Denn auch hier brachen rund 35 % des Handelsvolumens in den letzten 24 Stunden ein.

Was bewegt die Anleger?

Der Gesamtmarkt verlor in den letzten Tagen sehr viel an Wert. Das alleine ist noch nicht problematisch, denn heftige Kurseinbrüche sind ebenso Teil des Tagesgeschäfts wie auch großartige Kurssteigerungen. Der relevante Aspekt ist der unglaublich kurze Zeitraum, in dem diese Distanzen zurückgelegt wurden.

Dieser Umstand ist Risiko und Chance zugleich. Auf der einen Seite spricht der rapide Abverkauf für die Notwendigkeit einer Gegenbewegung, die für ein Gleichgewicht sorgt. Auf der anderen Seite springen viele Anleger ab. Entweder minimieren sie Verluste oder realisieren spätestens jetzt Gewinne. Einem anderen Teil fehlt schlicht das Vertrauen in die Situation, sie dürften einer alten Weisheit unter Tradern folgen: „Don’t catch a falling knife“.

Diese Situation gab es noch nie

Viele Analysten betrachten den Markt für Kryptowährungen als wiederkehrenden Zyklen unterworfen. Tatsächlich lassen sich immer wieder Ähnlichkeiten zu vergangenen Situationen beobachten. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass sich die Geschichte wiederholt.

Das wurde in den letzten Tagen sehr deutlich. Im Prinzip erlebte Bitcoin im Jahr 2017 heftige Kurseinbrüche, aber wir sprechen hier von Korrekturen zwischen 30 % und 40 %. Auf Bitfinex erreichte BTC im April ein Hoch von rund 64.829 US-Dollar und in der laufenden Handelswoche ein kurzfristiges Tief von 29.704 US-Dollar. Auf anderen Handelsplätzen ging es sogar noch ein Stück tiefer runter.

Einzig die Tatsache, dass es zu einem immensen Einbruch gekommen ist, bleibt vergleichbar. Die Zahlen schaffen jedoch zunächst bittere Fakten. Selbst der Crash nach der Rallye im Jahr 2017 wurde nicht mit einem so massiven Einbruch eingeläutet.

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