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Lido DAO diskutiert Staking: Wird LDO zum Geheimtipp?

Lido Finance Logo auf Bildschirm unter einer Lupe
Bildquelle: © Casimiro - stock.adobe.com

  • Lido ist einer der größten Staking-Dienste für Ethereum.
  • Aktuell wird im Rahmen der DAO das Staking der LDO-Token diskutiert.
  • Sollte der Vorschlag angenommen werden, dann hat dies weitreichende Konsequenzen.

Lido ist der größte Staking-Anbieter auf Ethereum, der selbst Coinbase und Binance den Rang ablaufen kann. Auch nach dem Merge ist das Konzept von Liquid Staking attraktiv, denn Anleger benötigen sonst 32 ETH, um einen Validator betreiben zu können. Mit Lido können sie einen beliebigen Betrag an Ethereum ins Staking schicken und Einnahmen generieren.

Der Governance-Token LDO war lange Zeit bedeutungslos, denn er vermittelt zwar Stimmrechte innerhalb der Lido DAO, hat aber sonst keinen Nutzen. Dies könnte sich jedoch in Zukunft ändern, denn aktuelle diskutiert man einen Vorschlag, LDO-Staking einzuführen. Damit könnte man also zusätzlich an dem Token verdienen.

Noch steckt der Vorschlag in den Kinderschuhen und eine Umsetzung ist damit noch in weite Ferne gerückt. Sollte es allerdings dazu kommen, dann könnte sich LDO zu einem Geheimtipp entwickeln. Schließlich wären Anleger dann indirekt an den Einnahmen des Staking-Pools beteiligt.

Eine saftige Beteiligung

Der aktuelle Vorschlag diskutiert eine Beteiligung an den Gebühren, welche Lido im Gegenzug für seinen Service einnimmt. Insgesamt 10 Prozent der Staking-Rewards verlangt man von den Anlegern, die Lido für Ethereum Staking nutzen. Die Hälfte davon fließt davon an die DAO, die andere an die Node-Betreiber.

Sollte der Vorschlag durchgehen, dann würde LDO Staking zwischen 20 und 50 Prozent der Einnahmen der Lido DAO umverteilen.

Diese Beteiligung ist jedoch nicht vollkommen ohne Risiko. Denn sollte Lido im Ethereum-Staking eine Strafe durch Slashing kassieren, dann könnten die LDO-Staker bis zu 30 Prozent ihrer Einlagen verlieren.

Positive Auswirkungen auf den LDO-Kurs

Der springende Punkt ist, auf welchem Weg diese Einnahmen verteilt werden. Denn der Vorschlag sieht vor, dass sie dazu verwendet werden, um LDO vom Sekundärmarkt aufzukaufen und zu verteilen. Damit würde also ein Teil der Einnahmen des Pools wöchentlich verwendet werden und könnte zusätzlichen Kaufdruck ausüben.

Dass der Kurs damit steigt, ist selbstverständlich nicht garantiert, aber die Zukäufe hätten das Potenzial sich positiv auf das Kursgeschehen auszuwirken. Noch bleibt abzuwarten, ob Lido alle Pläne umsetzen wird. Denn die Diskussion ist noch nicht an einem Punkt angelangt, der erkennen lässt, dass bald eine Abstimmung starten könnte. Aufgrund dieser günstigen Konstellation ist LDO jedoch ein Token, den man aufmerksam beobachten sollte.

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