Recht

LBRY verliert SEC-Prozess – Ripple (XRP) als Nächstes dran?

Telegram SEC
Bildquelle: Daniel Bone, pixabay.com

  • Ein US-Gericht befand die Kryptowährung LBRY Credits in einem Urteil als unreguliertes Wertpapier.
  • Die SEC gewinnt damit einen wichtigen Prozess im Feldzug gegen Krypto.
  • Das Urteil könnte sogar direkte Auswirkungen auf den Fall von Ripple und XRP haben.

LBRY hat den Prozess gegen die SEC verloren. Ein US-Gericht befand die Kryptowährung des wahrscheinlich am besten mit YouTube zu vergleichenden Projektes LBRY Credits als unreguliertes Wertpapier.

Auf Twitter kursieren nach dem Urteil eine Menge Einschätzungen und Meinungen zu dem Thema, bis sich auch das Board des Projektes äußerte. Zwar zeigte man sich verärgert und enttäuscht, will aber die eigene Mission noch lange nicht aufgeben. Bisher sind die Folgen für die Plattform selbst noch nicht absehbar. Am 21.November wird es eine Konferenz bezüglich des Urteils geben, wobei die weiteren Schritte diskutiert werden. Ob dies das Ende der Plattform sein könnte, die den Prozess gegen die SEC medial zum Prozess aller Kryptowährungen gemacht hat, ist bisher noch nicht abzusehen.

Am Ende könnte es Millionenstrafen für Projekt plus Gründer geben, sowie ein Verkaufsverbot der noch nicht dem Markt zugänglichen LBRY Credits (LBR).

XRP in Gefahr

Aber nicht nur LBRY ist ein Beklagter der amerikanischen Börsenaufsicht SEC. Besonders im Fokus steht der Prozess der Regulierungsbehörde gegen Ripple, der im Dezember 2020 begann. Der Prozess, der nach Meinung vieler Beobachter zunächst sehr positiv für XRP lief, könnte sich nun ins Gegenteil verkehren.

Zwar wird es schwierig, den LBRY-Prozess als Präzedenzfall zu nutzen, da sich die Argumentation unterscheidet, aber das Urteil verrät, dass die SEC in entscheidenden Teilaspekten recht bekommen kann. Damit wird deutlich, dass Ripple nicht auf einen sicheren Sieg hoffen darf.

Hinzu kommt, dass nun auch andere Kryptowährungen vom Ergebnis des Urteils betroffen werden können. In mehreren Einordnungen des Prozesses heißt es, dass das Ergebnis deutlich mehr Kryptos in den USA zum Verhängnis werden könnte. Im Kern sind alle Projekte betroffen, die entweder einen Token-Sale abgehalten haben oder sich zum Start eine Token-Allokation in die Kasse legten, um sie danach zur weiteren Finanzierung zu nutzen.

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