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Kryptowährungen: Sparkassen arbeiten an einer Wallet-Lösung

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Bildquelle: Sabine Felidae, pixabay.com

Das Wichtigste in Kürze:

  • Laut einem Bericht von „Finance Forward“ bereiten die Sparkassen den Handel mit Bitcoin vor.
  • Tatsächlich arbeitet man an einem eigenen Wallet, um überhaupt eine Lösung zur Verwahrung von Krypto-Assets zu besitzen.  
  • Damit befindet man sich erst ganz am Anfang einer möglichen Integration von Bitcoin bzw. dem Krypto-Trading.

Nachdem in Australien die CBS auf den Zug aufgesprungen ist, scheint auch die Sparkasse an Bitcoin Gefallen zu finden. Heute stützten sich eine Reihe von Medienberichten auf einen Artikel von „Finance Forward“, der in gemeinsamer Recherche mit „Capital“ und “Finanz-Szene“ entstanden ist.

Im Gesamtbild legt die mediale Aufbereitung des Themas nahe, dass die Sparkassen vielleicht schon im Frühjahr 2022 den Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen einführen könnten. Beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) relativierte man das Bild auf eine Anfrage unserer Redaktion jedoch ein ganzes Stück und äußerte sich folgendermaßen zu der Angelegenheit:

Das Interesse an Krypto-Assets ist enorm, das sieht auch die Sparkassen-Finanzgruppe. Bei der S-Payment, der auf Zahlungsverkehrsdienstleistungen spezialisierten Tochter der DSV-Gruppe, wird daher in einem Projekt geprüft, welche Möglichkeiten und Risiken eine Wallet bietet, in der Kunden von Sparkassen Krypto-Assets sicher verwahren können. Das Projektteam bereitet Entscheidungen in den Gremien der Sparkassen-Finanzgruppe im ersten Halbjahr 2022 vor.

Alexander Hartberg, Pressesprecher

Damit ist das Thema Bitcoin-Handel zwar nicht vom Tisch, aber es wird deutlich, das es sich hier um den ersten Schritt handelt, den man gehen muss, um sich der Sache überhaupt annähern zu können. Zu den technischen Aspekten des Wallets und den unterstützten Kryptowährungen wollte man zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Details nennen.

Bitcoin-Integration wäre eine Sensation

Sollte den Sparkassen im kommenden Jahr der Start gelingen, dann wäre das sicherlich eine sensationelle Entwicklung. Bisher sieht es auf dem deutschen Markt nämlich eher mau aus. Aktuell gibt es hierzulande nur wenige Anbieter, wenn man die Fülle an Börsen und Brokern mit dem internationalen Angebot vergleicht.

Die Sparkassen hätten potenziell die Möglichkeit rund 50 Millionen Kunden mit einem eigenen Krypto-Produkt zu erreichen. Aber noch scheinen sich viele Aspekte in der Planungs- und Abstimmungsphase zu befinden. Darunter auch die Frage, ob man selber eine Lizenz bei der BaFin beantragen will oder ob man zu diesem Zweck eine Partnerschaft eingehen möchte.

Die auf unserer Webseite veröffentlichten Beiträge spiegeln die persönliche Meinung der Redakteure und ihre persönliche Einschätzung der Marktsituation wider. Sie stellen keine Anlageberatung oder Empfehlungen dar. Alle Veröffentlichungen dienen der bloßen Information. Sie sind nicht an Ihre individuelle Situation angepasst und können und sollen nicht eine persönliche und qualifizierte Anlageberatung durch hierzu qualifizierte Berater ersetzen. Der Handel mit Kryptowährungen stellt immer ein Risiko dar. Sofern Sie hier angebotene Informationen nutzen, oder Ratschlägen folgen, handeln Sie eigenverantwortlich.

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