IBM will Libra unterstützen

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Überraschende Schützenhilfe

In einem Gespräch mit CNBC verriet Jason Kelly, seines Zeichens Manager der Blockchain Services des Konzerns, dass man einer Zusammenarbeit mit Facebook offen gegenüberstünde, wenn es um die Entwicklung von Blockchain-Technologie geht.

Tatsächlich sei man bereit seine eigenen Kunden mit Facebook zusammenzubringen und gemeinsam zu arbeiten, sagte Kelly. Dabei sei die Unterscheidung zwischen Tokenisierung von „Assets“ und Kryptowährung seiner Ansicht nach besonders wichtig. 

In den Bestrebungen von Facebook sieht er die Möglichkeit Blockchain-Technologie zu mehr Geltung und Legitimität zu verhelfen. Eine Ziel, was auch pro aktiv von IBM verfolgt wird. 


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Will man Teil des Teams werden?

Hinter LIbra steht ein Konsortium aus Konzernen, die in einem Verbund dafür sorgen wollen, dass der Stablecoin von Facebook gedeihen kann. Ob IBM damit einen Vorstoß wagen könnte Teil dieser „LIbra Association“ zu werden, ist noch pure Spekulation.

Fakt ist aber auch, dass die Konzerne, die bereits daran teilhaben, international einen ähnlich hohen Stellenwert genießen, wie IBM. Somit bleibt offen, ob dies ein gangbare Weg für beide Konzerne wäre.

Im Gespräch mit CNBC betonte Kelly in erster Linie die großen Vorteile, die übersehen werden, wenn es um Libra ginge. Und dazu gehört seiner Ansicht nach die Stärke von DLT und Blockchain-Technologie, die auch IBM als Produkt vorantreiben will. 

Kaum Freunde 

Deutschland und Frankreich haben sich bereits offen gegen Libra ausgesprochen. Dabei ließen beide Länder keinen Zweifel daran, dass man Libra schlicht und ergreifend verbieten will. Dieser Schritt scheint auch im Einklang mit den Maßnahmen zu stehen, die von den USA im Rahmen der G7 angestoßen wurden.

Letztlich haben die reichsten und mächtigsten Länder kein Interesse die Kontrolle über ihre Währungen abzugeben und Platz für eine Lösung zu machen, die sie an dieser Stelle ihres Monopols beraubt. 

Dennoch bleibt es vorstellbar, dass sich das Blatt nochmal wendet. Denn eine solche Gefährdung muss nicht zwingend die Konsequenz des Ganzen sein, sondern hängt stark davon ab, wie Libra reguliert werden würde. Außerhalb der Politik gab es durchaus Stimmen, die ermahnt haben zumindest zu prüfen, was Facebook zu bieten hat. 

Quelle: CNBC