Ethereum Foundation verkaufte 70.000 Ether – Kritik an Vitalik Buterin für Verkauf zum Allzeithoch

Ethereum
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

All Time High ausgenutzt

Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, hat während eines Interviews ein erstaunliches Eingeständnis zum Besten gegeben. Er habe die Ethereum Foundation damals dazu gedrängt einen großen Teil Ether (ETH) abzuverkaufen.

Und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem der Kurs für Ethereum höchsten stand. Buterin bekräftigte während des Interviews, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Deshalb sei die Ethereum Foundation heute finanziell wesentlich besser aufgestellt, so Buterin.

Die Aussage Buterins machte über Social Media sehr schnell die Runde und sorgte teilweise für große Empörung, weil weder Buterin, noch die Foundation den massiven Abverkauf der eigenen Bestände ankündigten oder bisher thematisierten. 

Die 70.000 Ether hätten theoretisch einen Gegenwert von 98 Millionen US-Dollar, wenn man sie wirklich zum Spitzenpreis verkauft hätte.


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Wie man es macht, macht man es verkehrt

Auch Charlie Lee dürfte von der Problematik ein Lied singen können. Lee, der Erfinder von Litecoin, verkaufte ebenfalls nahe des All-Time-Highs. Allerdings machte er seine Entscheidung öffentlich.

Auch Lee erntete heftige Kritik dafür sein persönliches Investment verkauft zu haben. Auf viele Beobachter machte dies den Eindruck, er habe das Schiff verlassen und sich mit dem vielen Geld von dem Projekt abgesetzt. Dabei ging es eigentlich eher darum einen Interessenskonflikt zu vermeiden.

Lee arbeitet immer noch am Erfolg von Litecoin, aber muss sich jetzt nicht mehr dem Druck und der Kritik stellen, er sei selber investiert. 

Preisentwicklung nicht beeinflusst

Obwohl in beiden Fällen, sowohl durch Lee, als auch die Verkäufe der Ethereum Foundation, keine Beeinflussung des Marktes nachweisbar gewesen ist, sorgen die Verkäufe für Aufregung. 

Viele Beobachter und Mitglieder der Communities sind der Auffassung, dass die Verkäufe zu einem Kursrutsch geführt haben. Dabei fand ein Preiseinbruch erst später statt. 

Außerdem ging der gesamte Markt auf Korrekturkurs, was angesichts des massiven „Bullruns“ im Jahr 2017 keine große Überraschung war. Die Korrektur fand vollkommen unabhängig von etwaigen Großverkäufen statt.