Ethereum: Decentraland öffnet seine Türen – Virtuelle Welt lockt mit Geschenken im Wert von 100.000 US-Dollar

Ethereum decentraland
Bildquelle: Screenshot Decentraland.org

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Das blockchainbasierte Spiel Decentraland ist seit gestern online und wirbt um neue User. Das Spiel ermöglicht es seinen Spielern ein Ethereum Wallet mit ihm zu verknüpfen. Auf diesem Weg können alle Inhalte des Spiels ihren Eigentümern eindeutig zugeordnet werden.

Baut man sich also beispielsweise eine virtuelle Villa, so hält man daran unwiderruflich den Besitz. Alle Transaktionen zwischen den Spielern und ihr eigenes Inventar werden auf der Ethereum-Blockchain festgehalten. Somit werden Items zu Sammlerstücken, über die nur der rechtmäßige Besitzer die Kontrolle hält.

Auf einem eigenen Marktplatz können Spieler Gegenstände und sogar Namen handeln. Um die Eröffnung gebührend zu feiern, verschenkt Decentraland verschiedene Token, Collectibles und Smartphones im Gegenwert von 100.000 US-Dollar. In den kommenden vier Tagen können Spieler die Preise in der virtuellen Welt aufstöbern.

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Gaming als Anwendungsfall

Blockchainbasierte Spiele sind keine absolute Neuheit. Mit dem Spiel CryptoKitties konnte bereits ein erster großer Erfolg gefeiert werden. Gleichzeitig demonstrierte das Spiel damals, dass die Transaktionen ihren Preis von der Geschwindigkeit der Ethereum-Blockchain forderten.

Grade im Bereich Online-Gaming werden Mikrotransaktionen immer beliebter. Sowohl um Inhalte im Spiel käuflich zu erwerben, aber auch um Sammlerstücke und besonders nützliche Gegenstände zwischen den Spielern zu handeln.

Das virtuelle Kartenspiel Heathstone verkörpert dabei den neuen Typus der Onlinespiele. Zwar können Spieler gratis teilnehmen, wollen sie aber bessere Karten haben, dann müssen sie diese kaufen. Würde man solche Spiele auf die Blockchain bringen, so wären sie vor Manipulation geschützt und Werte bzw. Inhalte könnten direkt übertragen werden.

Konkurrenz zu Second Life

Decentraland könnte ein sehr großer Erfolg werden, denn der Bedarf an virtuellen Parallelwelten existiert nachweislich. Vorläufermodelle, wie etwa Second Life, ermöglichen es Spielern, ein virtuelles Dasein zu führen und sogar ihren Lebensunterhalt damit zu verdienen.

Über ein eigenes SDK will Decentraland den Zugang zum Spiel so einfach wie möglich halten. Spieler können ihre Ideen mit einem Drag-and-Drop Editor in die Tat umsetzen. Es wird also spannend sein zu beobachten, wie sich Decentraland gegenüber den etablierten Onlinewelten schlägt.