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Das große Börsen-Chaos – BitMEX und Deribit kämpften mit Problemen

Bitcoin Crash BitMEX Deribit
Bildquelle: Mirko Kaminsk, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Während des großen Bitcoin Crash, der sich zwischen dem 12.und dem 13. März zugetragen hatte, wurden eine Reihe von Problemen überdeutlich, mit denen die großen Anbieter von Derivaten zu kämpfen haben.

Auf BitMEX kam es kurzfristig zweimal zur Downtime der Plattform. So mancher Trader fühlte sich an das Jahr 2017 erinnert, als es während des Bullruns nicht möglich war, auf BitMEX zu handeln. Zu viele Nutzer, zu viele Order, zu viel Volatilität und schließlich der Shutdown. Kritiker merken an, dass die beiden Aussetzer zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt stattfanden.

Denn ansonsten wäre die Funding Rate für Long Positionen äußerst lukrativ gewesen. Kurz vor dem zweiten Mal hätte sie 0,375 Prozent betragen. Daher wären Trader für Long Positionen bezahlt worden, hätten sie nur welche eröffnen können.

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Deribit stockt Insurance Fund auf

Doch der Bitcoin Crash hatte auch für andere Anbieter Konsequenzen. Während der Insurance Fund bei BitMEX auf neue Rekordhöhen schoss, wurde der von Deribit durch den Crash kurzer Hand halbiert.

Der Insurance Fund ist eine Rückversicherung für die Betreiber und ihre Kunden. Er reduziert das Ausfallrisiko, wenn Positionen nicht rechtzeitig liquidiert werden können und ansonsten ins Minus laufen würden. Gäbe es den Fund nicht, dann gäbe es nur die Möglichkeit zur Nachschusspflicht derjenigen Trader, die ins Minus geraten. Oder man könnte die Verluste auf alle Kunden gleichmäßig umlegen.

Der Insurance Fund ist somit ein wichtiges Vertrauensinstrument. Deribit reagierte auf das Problem und schoss 500 Bitcoin aus Mitteln des Unternehmens nach, um das Vertrauen der Kunden zu stärken und zukünftigen Problemen vorzubeugen.

Branche muss sich professionalisieren

Der Crash zeigt, dass die Branche immer noch unter den gleichen Problemen leidet, wie schon Jahre zuvor. Der Ausbau von zusätzlicher Infrastruktur wäre dringend notwendig, um den Problemen zukünftig vorzubeugen.

Sollte der Markt also wieder ins Schleudern geraten, dann gilt es nur als wahrscheinlich, dass die Betreiber der Börsen erneut mit kurzfristigen Schließungen reagieren müssen, um der Last zu begegnen.