Szene

Craig Wright verklagt Roger Ver

Der Feldzug geht weiter

Nachdem Craig Wright bereits einer ganze Reihe prominenter Persönlichkeiten der internationalen Krypto-Szene per Anwalt anschreiben ließ, macht er nun mit Roger Ver weiter. Die entsprechenden Schreiben waren die Vorbereitung auf weitere rechtliche Schritte, die Wright in Großbritannien ergreifen will.

Ob er die Klagen tatsächlich bis vor Gericht bringen wird, bleibt weiter abzuwarten. Selbst wenn Wright vor Gericht zieht, ist noch vollkommen offen, ob und in welcher Hinsicht überhaupt ein Prozess zustande kommen könnte.

Es ist wahrscheinlich ein plausibles Anliegen sich gegen diverse Behauptungen zu verteidigen. Wright wurde in der Vergangenheit von mehreren Personen öffentlich als Betrüger bezeichnet, darunter auch von Peter McCormack.

Ver wollte es so

Es war daher eine Herausforderung, als Roger Ver in einem YouTube Video, die Anschuldigungen gegen Wright erneut wiederholte. Sogar mit dem Hinweis, Wright möge ihn doch verklagen.

Das Video ist mittlerweile gelöscht, denn mit seinen Äußerungen verletzte Ver die Standards der Plattform. Ob Roger Ver sein Ansehen damit aufpolieren kann, ist fraglich. Viele Mitglieder der Bitcoin Community sehen in ihm einen Spalter. Mit Bitcoin Cash wollte u.a. Ver die Deutungshoheit darüber erhalten, was Bitcoin ausmacht und welcher Coin nun der wahre Bitcoin sei.

Was klärt das Gericht?

Es ist unwahrscheinlich, dass sich ein Gericht darauf konzentrieren wird Beweise zu sichten, die für die These sprechen, dass Wright Satoshi Nakamoto sei. Stattdessen dürften – wenn es zu einer Verhandlung kommt – die Aussagen der Beklagten von Interesse sein.

Ungeachtet der Frage, ob Wrights Behauptung wahr ist oder nicht, können mit diversen Äußerungen der Beklagten seine Persönlichkeitsrechte verletzt worden sein.

Noch zeigen sich viele in der Krypto-Szene siegessicher, doch dort, wo Aussagen beleidigend oder verleumderisch werden, bestünden vermutlich gute Aussichten für Wright. Es bleibt also spannend in einem Drama, was den Eindruck vermittelt, als hätten die Akteure es über sich selber gebracht.

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