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Cardano: SundaeSwap startet – Wird die Last zu groß?

Eine Schnecke kriecht einen Ast hoch
Bildquelle: Annette Meyer, pixabay.com

  • Der Start von SundaeSwap ist für den 20. Januar angekündigt worden.
  • Laut Ankündigung könnten Transaktionen Stunden, wenn nicht sogar Tage dauern.
  • Es gibt sogar Bedenken, dass Cardano unter der Last zusammenbrechen könnte.

Der Start von SundaeSwap ist eigentlich ein freudiger Moment für die Cardano-Community und investierte Anleger. Schließlich versprach Charles Hoskinson schon im Jahr 2020 eine Fülle von dezentralen Apps und Protokollen, die auf Basis von Cardano laufen sollen.

Doch die Ankündigung enthält einen Passus, der Diskussionsstoff liefert. Es könnte Stunden oder Tage brauchen, bis Transaktionen auf der dezentralen Börse realisiert werden können. Zwar handelt es sich bei dem geplanten Release um eine Beta, aber dieses Label tragen die meisten dezentralen Protokolle. Daher stellt sich die Frage, warum man ein Produkt ausliefern möchte, welches am Ende vielleicht den Eindruck erweckt, dass Cardano insgesamt hinterherhinkt.

Vergleicht man die Konkurrenz, dann wird sehr schnell klar, dass diese Sorge absolut berechtigt ist. Solana, Fantom, Avalanche, Terra und nicht zuletzt die Binance Smart Chain können in ihrer jeweiligen Domäne punkten. Und selbst wenn es in Einzelfällen zu Verzögerungen oder Ausfällen kommt, dann braucht es im Regelfall keine Stunden oder Tage, sondern Sekunden oder Minuten, bis eine Transaktion bestätigt ist.

Wird SundaeSwap zum Stresstest?

Tatsächlich ist die Auslastung des Netzwerks schon seit längerer Zeit sehr hoch, was letztlich auf die Aktivierung der Smart Contracts zurückzuführen sein dürfte. Daher stellt sich die Frage, ob es nicht sogar zu Ausfällen und Verzögerungen kommen könnte, wenn in der kommenden Woche die dezentrale Börse von Anwender bevölkert wird.

Um dem wachsenden Problem zu begegnen, hatte man bereits im letzten Jahr die Größe der Blöcke verändert und um 12,5 % erhöht. Ein totaler Zusammenbruch von Cardano ist unwahrscheinlich, aber es könnte bei voller Auslastung wenigsten temporär zu Einbußen kommen.

Abhilfe könnte Hydra schaffen, aber das Second-Layer-Protokoll befindet sich noch in der Entwicklung. Und somit ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Start von SundeaSwap für eine Menge „FUD“ und Häme sorgen wird.

Der Markt zeigt sich unbekümmert, der ADA-Kurs steigt

Zuletzt fand der ADA-Kurs am 10. Januar bei etwa 1 US-Dollar Unterstützung. Zum Redaktionsschluss steht der Kurs bei 1,41 US-Dollar und flirtet mit dem Widerstand bei 1,53 US-Dollar. Der Start von SundaeSwap und die Wahrnehmung des Events durch die Anleger, könnte zusätzlich Bewegung in die Sache bringen.

Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass Bitcoin am Ende die größere Rolle für ADA spielen könnte, wenn sich der Markt für eine Richtung entscheidet. Das relativ geringe Handelsvolumen an BTC, welches nur zu bestimmten Stoßzeiten entsteht, verrät, dass es dazu jedoch noch nicht gekommen ist.

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