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Cardano steckt mitten im Chaos – Vasil verspätet sich weiter

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Bildquelle: Rupert Kittinger-Sereinig, pixabay.com

  • Am Mittwoch schlug die Cardano-Community wegen eines kritischen Bugs Alarm.
  • Demnach kam es im Testnet zu schwerwiegenden Problemen, die den ohnehin verspäteten Release von Vasil gefährden.
  • Charles Hoskinson spielte die Situation jedoch herunter, der Fehler sei in einer höheren Version bereits behoben.

Die Vasil Hard-Fork lässt immer noch auf sich warten, dabei wurde der Starttermin bereits wiederholt verschoben. Am Mittwoch schlug die Community Alarm, denn ein kritischer Bug sorgte in Version 1.35.2 für einen Zusammenbruch der Blockchain im Testnet durch unkontrollierte Forks. Dabei handelte es sich jedoch um die Version, welche bereits reif für die Auslieferung sein sollte.

Schnell wurde reagiert, der Bug sei bereits in Version 1.35.3 gefixt, die vor 9 Tagen für die Cardano Nodes ausgeliefert wurde und damit sei alles in bester Ordnung. Doch es gibt Kritik an dem schnellen Vorgehen, denn es gibt Zweifel, dass die höhere Version stabil laufen wird. Zu allem Überfluss widersprach der CTO von projectNEWM Hoskinson einen Tag zuvor in aller Öffentlichkeit.

Hoskinson hatte kurzerhand alle Stake-Pool-Betreiber (SPO) via Twitter dazu aufgefordert, die neue Version auf dem Mainnet einzuspielen. Andrew Westberg stellte daraufhin klar, wie das weitere Vorgehen abzulaufen hat und berichtigte Hoskinson damit. Ob es zeitnah gelingen wird, aus diesem Chaos heraus Vasil im Mainnet zu starten, ist jedoch fraglich.

Cardano ist spät dran

Im Prinzip hat Cardano Smart-Contract-Funktionen zu einem Zeitpunkt eingeführt, als der Bullenmarkt auf seinem Höhepunkt war und der Wettbewerb bereits umfassende DeFi-Applikationen präsentieren konnte. Damit hat man nicht nur einen milliardenschweren Markt verpasst, sondern auch die Gelegenheit, mehr Nutzer von Cardano zu begeistern und daran zu binden.

Hoskinson spielt die Bedenken aus der Community herunter. Der Code von Version 1.35.3 sei ausreichend getestet worden und man würde den Anwendungsentwicklern damit keinen Gefallen tun, wenn man weiter testet und abwartet.

Tatsächlich dürfte es für viele frustrierend sein, weiter warten zu müssen. Auf der anderen Seite befindet sich der Markt in einer Situation, wo das Interesse vieler Anleger naturgemäß abnimmt, weil die Kurse in den Keller rauschen. Weil man den DeFi-Boom also ohnehin voll verpasst hat, macht eine weitere Verspätung keinen großen Unterschied mehr. Sollte man sich jetzt beeilen und tatsächlich kritische Fehler entstehen, dann wäre der Imageschaden für Cardano sehr viel unerträglicher als einige Wochen ausgiebiges Testing.