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Cardano: Probleme mit Smart Contracts – FUD oder Fail?

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Bildquelle: Mirko Kaminsk, pixabay.com

Lesedauer für den Artikel: 3 Minuten

Kompakt:

  • Cardano sieht sich auf Social Media einer Menge Kritik ausgesetzt.
  • Demnach soll es im Testnetz zu Problemen mit den Smart Contracts gekommen sein.
  • IOHK wies einige der im Internet kursierenden Behauptungen als falsch zurück.

Cardano erlebt dieses Jahr ein besonderes Ereignis, welches für die gesamte Geschichte der noch relativ jungen Blockchain bedeutend ist. Doch irgendwie scheint es so, als ob außerhalb der Community nur wenige dem Projekt diesen Moment des Erfolgs gönnen.

Via Twitter verbreitete sich über das Wochenende die Nachricht wie ein Lauffeuer. Die Smart Contracts, welche ab dem 12. September kommen sollen, lassen sich im Testnetzwerk nicht richtig ausführen. Genauer gesagt war es während der Testphase der dezentralen Börse Minswap nicht möglich, gleichzeitig Transaktionen zu tätigen, was selbstverständlich als problematisch einzustufen ist.  

Wirklich schlimm war aber danach nicht das eigentliche Problem, sondern die Resonanz, welche ebenfalls über Social Media erfolgte. Plötzlich hieß es, dass DApps auf Cardano nur eine Transaktion pro Block verarbeiten können.

IOHK stellt Sachverhalte klar

Die Situation wurde so bunt, dass sich IOHK dazu genötigt sah, via Twitter Stellung zu beziehen und die Gerüchte zurückzuweisen. Auch Charles Hoskinson nutze die Gelegenheit, um auf seinem YouTube-Kanal auf die technischen Hintergründe einzugehen und erneut die Ziele von Cardano sowie ihre Relevanz zu betonen.

Man könnte also meinen, dass es sich hier am Ende um einen Streit zwischen verschiedenen Lagern handelt. Dabei ist die Konkurrenz zu Ethereum faktisch nicht gegeben. Die Bezugsgröße ist nämlich nicht, welche Fehler und Kinderkrankheiten während einer Testphase auffallen, sondern wie viel Geld auf ein Ökosystem vereint ist.

Cardano hinkt hinterher

Und hier hat Cardano gar nichts anzubieten. Solange keine DeFi-Produkte im Mainnet starten können, gibt es auch keinen Wettbewerb. Es gilt gespannt abzuwarten, was nach dem 12. September geschehen wird.

In Hinblick auf den Erfolg von Solana wird nämlich deutlich, dass bereits ein geringer Marktanteil ausreicht, um den Preis explodieren zu lassen. Solana stieg alleine in den letzten Wochen um 300 % und das, obwohl man mit einem TVL von 4,8 Milliarden US-Dollar eher zärtlich am Markt knabbert. Ethereum vereint im Vergleich dazu mehr als 130 Milliarden auf seiner Blockchain. Auf Platz 2 liegt hier die Binance Smart Chain mit rund 19 Milliarden US-Dollar TVL.

Selbst wenn die Smart Contracts wie versprochen ihren Einzug auf Cardano halten und DApps fehlerfrei funktionieren, hat man also noch einen weiten Weg vor sich. Da es bereits Jahre gedauert hat, damit Cardano an diesem Punkt ankommt, bleibt abzuwarten, ob man nun in Hinblick auf DeFi einen Kickstart hinlegen kann.

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