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BlockFi setzt Auszahlungen aus – FTX-Chaos fordert Opfer

Fidor, Solarisbank, Bitcoin

  • BlockFi musste im Juni durch einen Kredit von FTX gerettet werden.
  • Unter den aktuellen Umständen ist aber nicht absehbar, ob diese Kreditlinie noch gilt.
  • Im Zuge dessen wurden die Auszahlungen auf BlockFi deaktiviert.

Die FTX-Pleite zieht weiter ihre Kreise und schreitet wie der Sensenmann von Tür zu Tür. Zuletzt klopfte es an der Türe von BlockFi. Das 2017 in New York gegründete Unternehmen war während der Terra-Krise ins Straucheln geraten, wurde aber letztlich von FTX gerettet. BlockFI ist ein CeFi-Anbieter, der Krypto-Sparkonten und Krypto-Kredite zur Verfügung stellt.

Im Sommer dieses Jahres wurde dem Unternehmen von FTX US, unter Leitung von Sam Bankman-Fried, ein Kreditrahmen in Höhe von 400 Millionen Dollar gewährt. Doch ob dieser jetzt noch vorhanden oder abrufbar ist, ist fraglich. Zwar soll FTX US nicht von der Pleite betroffen sein, aber die Firmen sind eng verstrickt, was für Unsicherheit sorgt.

Sam Bankman-Fried und das magische Loch in der Kasse von FTX

Denn nachdem dem damaligen Retter FTX ein Loch in der Kasse in Höhe von 8 Milliarden Dollar aufgefallen war, war es nicht nur mit der Börse und Schwesterfirma Alameda vorbei, sondern auch mit BlockFi. Das Unternehmen stellte, wie über Twitter bekannt wurde, die Arbeit ein und stoppte sämtliche Auszahlungen.

Informationen, ob es jetzt um eine Pleite des Unternehmens handelt oder nicht, sind bisher nicht gesichert. BlockFi sicherte in jedem Fall zu, zu einem späteren Zeitpunkt mehr Informationen zu liefern.

BlockFI heuert Insolvenzberater an

Gerüchteweise ist allerdings bereits bekannt geworden, dass der Krypto-Lender Insolvenzberater an Bord geholt haben soll. Sollten sich diese Informationen als zutreffend erweisen, muss nicht erst auf eine Pressemitteilung von BlockFi abgewartet werden, um zu wissen, was los ist.

Im Wesentlichen zeigt diese Pleite allerdings, wie windig manche Geschäftsmodelle im Kryptospace aufgestellt waren und Anleger leider viel zu einfach in ihrem Vertrauen enttäuscht wurden. Gerade dies sollte auch für die Zukunft ein mahnendes Beispiel für die Aufbewahrung von Kryptos sein, denn es gilt wie immer : „Not your keys, not your coins”.

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