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Bitmain reagiert mit Kürzungen – Mining-Riese ringt mit strategischer Ausrichtung

Bitcoin Mining
© Michaela Richter, Bitcoin Kurier

Lesedauer für den Artikel: 2 Minuten

Personalkosten reduzieren

Bitmain gilt als eines der größten Unternehmen in der Mining-Branche. Die Firma stellt die beliebte Serie der „Antminer“ her, welche zu den effektiven ASIC-Minern zählen, die u.a. eine hohe Effizienz beim Bitcoin-Mining aufweisen.

Doch das Unternehmen ist angeschlagen und in den letzten zwei Jahren gab es immer wieder Meldungen über Wechsel im Management. Vor drei Tagen veröffentlichte das chinesische Magazin BlockBeats einen Brief des geschassten Managers und Mitgründers Micree Zhan.

Zhan warnte in dem Schreiben vor der strategischen Ausrichtung von Bitmain. Aus seiner Sicht sind Kürzungen keine Lösung, außerdem schlägt eine Expansion in anderen Geschäftsfeldern vor. Bisher sieht es so aus, als ob der Mining-Riese gut 50% der Personalkosten einsparen will.


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Einschnitte im US-Geschäft

Am Montag kam eine Pressemitteilung hinzu, die ebenfalls Kürzungen betrifft. Aufgrund mangelnder Profitabilität stellt man die Zusammenarbeit mit DMG Blockchain teilweise ein. Dies betrifft in erster Linie das Management der texanischen Mining-Farm, die Bitmain erst im Oktober letzten Jahres eröffnete.

DMG sorgte bisher für den Betrieb vor Ort, doch nun muss man anscheinend nach knapp 3 Monaten die Zusammenarbeit beenden. Die Farm verfügt bereits über 15.000 Miner und sollte zukünftig auf eine Kapazität von 300 MW ausgebaut werden. Von einer kompletten Schließung ist in der Pressemitteilung nicht die Rede, aber es bleibt unklar wer die Farm weiter betreuen wird.

Gleichzeitig verkündet DMG aber auch, dass Bitmain insgesamt 1000 Miner an einem anderen Standort ausgeliefert haben soll, der ebenfalls von DMG Blockchain betreut wird. Hier möchte man zukünftig weiter zusammenarbeiten.

Börsengang kein Thema mehr

In der Vergangenheit scheiterte man an einem Börsengang in Hongkong. Dann kam Anfang November die Nachricht, dass man einen Börsengang in den USA beantragt hätte. Eine mehr oder minder heimliche Aktion, von der bisher auch nichts mehr zu hören war. Der Börsengang gilt als unwahrscheinlich.

In diesem Zusammenhang sind die massiven Verluste aus dem Jahr 2018 bemerkenswert, denn seitdem steht zur Debatte, ob Bitmain überhaupt profitabel arbeiten kann. Auch im Jahr 2019 kam es quartalsweise zu Verlusten.

Das Geschäft mit dem Mining ist härter geworden. Die Konkurrenz stellt vergleichbare Produkte her und ohne einen „Bullrun“ an den Märkten wird das Geschäft nicht leichter.

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