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Bitcoin-Mining: In heißer Lava gelingen frische BTC am besten

Bildquelle: Adrian Malec, pixabay.com

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Kompakt:

  • In El Salvador laufen Vorbereitungen, Bitcoin-Mining mit Geothermie zu betreiben.
  • Präsident Bukele gab bekannt, dass die Arbeiten dazu bereits begonnen haben.
  • Welche Kapazität die Mining-Farmen haben werden, ist hingegen nicht bekannt.

El Salvador verfügt aufgrund vulkanischer Aktivität über Geothermiekraftwerke, die sich die Hitze zunutze machen und damit sehr umweltfreundliche Energie produzieren. Präsident Bukele will dieses Potenzial nutzen und die Wärme verstromen und Bitcoin-Mining betreiben lassen.

In welcher Größenordnung Kapazitäten entstehen sollen, ist noch nicht bekannt. Via Social Media ließ der Präsident lediglich verlauten, dass man eine neue Hitzequelle erschlossen hat, die eine Leistung von 95 MW liefern werden wird. Damit kommt der Präsident von El Salvador der geschundenen Seele der Bitcoin-Community entgegen.

Durch den Rückzieher von Tesla und der Umweltschelte in den Medien wurde Bitcoin unfreiwillig Teil einer Debatte über seinen ökologischen Fußabdruck. Dieser ist verstärkt von der Art abhängig, wie die Energie letztlich gewonnen wird. Außerdem werden auch häufig Überkapazitäten zum Mining genutzt, die weder verkauft noch verbraucht werden können.

Es ist heiß in El Salvador

Zusätzliche Energie wird wahrscheinlich auch zur Kühlung der Anlagen benötigt werden. Denn die Durchschnittstemperatur in El Salvador beträgt im Jahr ca. 32 Grad Celsius. Gewöhnlich will man Rechenzentren, zu denen im Prinzip auch Mining-Farmen gehören, so kühl wie möglich halten.

Zusätzliche Klimatisierung dürfte also Teil der benötigten Ausrüstung werden. Noch ist nicht bekannt, ob Firmen in das Land umziehen werden. Dass die Hitze kein unüberwindbares Hindernis ist, zeigen Mining-Farmen in Texas, die erst letztes Jahr errichtet worden sind.

Am Ende werden die Miner das machen, was ihr Job ist. Sie werden eine Kalkulation aufstellen, welcher Standort unter Verwendung der angeschafften Hardware der günstigste ist. Es bleibt also abzuwarten, ob El Salvador so attraktive Bedingungen schafft, dass es dauerhaft die Bitcoin-Industrie ins Land locken kann. In steuerlicher Hinsicht hat man das mit der jüngsten Reform zu einem großen Teil bereits erfüllt.

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