Bitcoin Cash: Start von “Local Bitcoin Cash”

local bitcoin cash
Bildquelle: Dimitris Vetsikas, pixabay.com

Altes Konzept, neue Plattform

Am 4. Juni will die Plattform „local.bitcoin.com“ ihre Tore öffnen. Dabei soll es sich um einen P2P Marktplatz handeln, wie er schon seit Jahren für Bitcoin verfügbar ist. Da localbitcoins.com kein Bitcoin Cash akzeptiert, entschloss man sich wohl ein eigenes Produkt zu entwickeln.

Der Marktplatz will es Usern ermöglichen Bitcoin Cash untereinander zu handeln. Das Angebot ist als internationaler Marktplatz ausgerichtet und verlangt von den Usern – im Gegensatz zu localbitcoins.com – keine KYC. Inwiefern sich das mit internationalen Antigeldwäsche Richtlinien vereinbaren lässt bleibt noch offen.

Die Website bietet Interessenten bereits jetzt schon die Möglichkeit sich zu registrieren. Wer also pünktlich zum Launch einen Account haben möchte, der kann jetzt schon alles einrichten.

Vorbildliche Sicherheit

Bei Erstellung eines Accounts wird ein Bitcoin Cash Wallet erstellt und verschlüsselt. Das Personal der Website erhält keinen Zugriff auf die Private Keys der Nutzer, daher empfiehlt es sich seine Daten zu sichern.

Die Plattform verspricht außerdem absolute Anonymität, indem die Transaktionen und Kommunikation verschlüsselt übertragen werden. Nutzer sollten allerdings bedenken, dass nicht nur die Interaktionen auf „Local Bitcoin Cash“ Aufschluss über die Identität der Teilnehmer geben können. Erfolgt beispielsweise eine Überweisung von Bargeld, dann existiert klarerweise eine Verbindung zwischen Sender und Empfänger.

Das Escrow-System kann man als innovativ bezeichnen, denn es findet auf der Bitcoin Cash Blockchain statt. Nachdem sich Käufer und Verkäufer geeinigt haben, befindet sich die Transaktion in der Schwebe, bis beide Seiten den Vertrag als erfüllt ansehen. Gibt es Streitigkeiten, dann kann das Personal von „Local Bitcoin Cash“ einschreiten und die Kryptowährungen zu Gunsten einer Partei auslösen.

Im Prinzip hält also niemand den Betrag fest, sondern es geht um die Abstimmung, wem er zukommen soll.

Roger bleibt am Ball

Obgleich viele unabhängige Beobachter den Streit zwischen Bitcoin Cash und der restlichen Bitcoin Community als entschieden ansehen, bleibt Roger Ver hartnäckig. Seine Pläne das Ökosystem von Bitcoin Cash weiter wachsen zu lassen, nimmt er anscheinend sehr ernst. Auch wenn es sich in dem vorliegenden Fall um ein Produkt handelt, was es bereits gibt, ergänzt es das Angebot von Bitcoin Cash.

Ob sich die neue Plattfom durchsetzen kann, hängt letztlich auch von der Anzahl ihrer Nutzer ab. Neben dem Original – Local Bitcoins – muss sich das neue Produkt auch gegen andere Projekte behaupten. So existiert mit Bisq bereits eine Plattform, die Privatsphäre mehr als ernst nimmt und Tor integriert hat. Der Markt für P2P Handel darf sich jedenfalls über einen weiteren Teilnehmer freuen.

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