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SUI: Netzwerk erlebt dritten Totalausfall

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Bildquelle: © Maurice Norbert - stock.adobe.com

Der dritte Totalausfall seit dem Mainnet-Start 2023 trifft den „Solana-Killer“ zum denkbar schlechten Zeitpunkt.

Gestern stand das Sui-Mainnet erneut still. Gegen Nachmittag meldete die offizielle Statusseite einen schwerwiegenden Ausfall bei den Mainnet-Validatoren. Der Stillstand begann demnach gegen 16:29 Uhr. Knapp zwei Stunden lang produzierte das Netzwerk keine neuen Blöcke und Transaktionen blieben netzwerkweit pausiert.

Das Sui-Team bestätigte den Vorfall auf X und machte sich auf der Suche nach dem Problem und begannen, einen Fix bereitzustellen. Bei Explorern wie SuiScan erschienen fast eine Stunde lang keine neuen Checkpoints oder Blöcke, sodass die Transaktionsbestätigung in dezentralen Anwendungen zum Erliegen kam.

Als Vorsichtsmaßnahme stoppte zudem das Walrus-Protokoll, ein dezentrales Datenspeicher-Protokoll im Sui-Ökosystem, vorübergehend seinen Betrieb. Walrus dient als verteilte Speicherlösung für große Datenmengen und ermöglicht es Anwendungen auf Sui, Dateien, Medieninhalte und andere Off-Chain-Daten effizient, redundant und zensurresistent abzulegen. Der temporäre Stopp bedeutet jedoch, dass Anwendungen, die auf diese Infrastruktur angewiesen sind, keine neuen Daten speichern oder bestehende Inhalte zuverlässig abrufen können. In der Praxis kann das zu Ausfällen bei dApps führen, etwa wenn NFT-Metadaten, Frontends oder nutzergenerierte Inhalte nicht mehr verfügbar sind.

SUI-Kurs unter Druck

Die Märkte reagierten prompt. Der native Token SUI verlor sofort 8 Prozent seines Wertes. Für ein Netzwerk, das sich mit hohem Durchsatz und niedrigen Gebühren als ernsthafter Herausforderer von Ethereum und Solana positioniert, ist das ein schmerzhafter Imageschaden.

Wer die Entwicklung von Sui verfolgt, erkennt ein beunruhigendes Muster. Der erste größere Stillstand traf das Netzwerk im November 2024 und dauerte rund zwei Stunden. Ursache war ein Assertion-Bug in der Congestion-Control-Logik des Protokolls, der bei Transaktionen mit Null-Ausführungskosten eine netzwerkweite Absturzschleife auslöste.

Der zweite Ausfall am 15. Januar 2026 fiel mit 5 Stunden und 52 Minuten deutlich länger aus. Diesmal lag ein Edge-Case-Bug in der Konsens-Commit-Logik vor, bei dem ein Optimierungspfad unter bestimmten Garbage-Collection-Bedingungen eine Divergenz zwischen den Validatoren erzeugte. Während dieser Zeit konnten keine Transaktionen durchgeführt werden, und mehr als eine Milliarde Dollar an Wert war vorübergehend blockiert.

Die drei Vorfälle liegen auf drei unterschiedlichen technischen Ebenen. Das deutet darauf hin, dass es sich nicht um einen einzelnen systematischen Fehler handelt, der einmalig behoben werden kann.

Digitale Assets waren sicher

Ein wichtiger Punkt verdient Erwähnung. Denn bei dem Vorfall gingen keine Assets verloren und es wurden keine Transaktionen rückgängig gemacht. Das Netzwerk stellte die Sicherheit der Assets über die sofortige Verfügbarkeit sicher. Das Protokoll funktionierte also genau so, wie es konzipiert wurde,

In jedem bisherigen Fall wurde die Blockchain sicher angehalten, durch koordinierte Upgrades der Validatoren wiederhergestellt und eine Nachbetrachtung zur Verbesserung von Tests und Fehlererkennung veröffentlicht.

Doch technische Korrektheit allein reicht nicht. Wer DeFi-Anwendungen und Gaming-Protokolle auf seiner Infrastruktur betreiben will, muss Betriebssicherheit über Jahre hinweg beweisen. Blockchain-Ausfälle werden von Händlern und Entwicklern besonders aufmerksam beobachtet, insbesondere bei Netzwerken, die sich als Hochleistungs-Infrastruktur für dezentrale Finanzanwendungen und Gaming vermarkten.

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