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Metaplanet wird zum viertgrößten Bitcoin‑Halter unter den börsennotierten Unternehmen

Metaplanet
Bildquelle: © Timon - stock.adobe.com

Metaplanet hat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt – und liefert damit die bislang deutlichste Momentaufnahme seiner aggressiven Bitcoin‑Treasury‑Strategie. Operativ wächst das Unternehmen rasant: Die Erlöse steigen auf 8,905 Milliarden Yen, der operative Gewinn auf 6,287 Milliarden Yen. In Euro entspricht das rund 49,0 Millionen Euro Umsatz und etwa 34,6 Millionen Euro operatives Ergebnis. Die Bilanzsumme summiert sich auf umgerechnet rund 2,78 Milliarden Euro, die Nettovermögenswerte auf etwa 2,52 Milliarden Euro.

Trotz dieser klar positiven operativen Entwicklung weist Metaplanet für 2025 einen hohen Periodenfehlbetrag aus. Der ausgewiesene Nettoverlust beläuft sich auf 95,0 Milliarden Yen beziehungsweise rund 522,8 Millionen Euro. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, dass es sich dabei nicht um realisierte Verluste aus Bitcoin‑Verkäufen handelt. Der Fehlbetrag geht nahezu vollständig auf einen buchhalterischen Bewertungsabschlag der BTC‑Position zurück, der in der Ergebnisdarstellung als „BTC Valuation Gain/Loss“ mit –102,2 Milliarden Yen ausgewiesen ist.

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Aus der Ergebnisrechnung ergibt sich ein bemerkenswerter Befund: Trotz der bilanziellen Abschläge steigt der ökonomische Wert des Eigenkapitals – nach Anschaffungskosten und Bewertungsanpassungen – auf 481,5 Milliarden Yen, umgerechnet rund 2,65 Milliarden Euro. Dass dieser Wert wächst, obwohl die GuV tiefrot ausfällt, ist nur möglich, weil keine realen Verluste aus Bitcoin‑Verkäufen entstanden sind. Der ausgewiesene Fehlbetrag ist damit ein reiner Bewertungseffekt, während die Substanz des Unternehmens weiter zunimmt.

Strategisch hat Metaplanet seine Bitcoin‑Bestände im Jahresverlauf von 1.762 BTC auf 35.102 BTC erhöht und damit das eigene Ziel von 30.000 BTC klar übertroffen. Das katapultiert das Unternehmen in den globalen Top‑Kreis der börsennotierten BTC‑Halter. Parallel wurden seit Beginn der Treasury‑Strategie über 500 Milliarden Yen an Kapital aufgenommen – das entspricht rund 2,90 Milliarden Euro – und überwiegend in Bitcoin umgewandelt. Damit sendet das Unternehmen zwei klare Botschaften an den Markt: Die operative Ertragsquelle aus dem „BTC‑Income“-Geschäft trägt den Dividendendienst für Präferenzkapital, während die Bilanzpolitik darauf ausgelegt ist, BTC als Kernvermögenswert dauerhaft zu halten und pro Aktie zu mehren.

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